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Die Weiche nach Skandinavien

Bei der Besichtigung der Gasstation Heidenau (v. li.): Henning Stegermerten, Heidenaus Bürgermeister Reinhard Riepshoff, Philipp Bergmann-Korn und Wolfgang Detgen

Gas aus Russland fließt von Heidenau aus Richtung Dänemark und Schweden

bim. Heidenau. Die Nordeuropäische Erdgasleitung (NEL), die die Ostsee-Pipeline Nord Stream, die Erdgas aus Russland transportiert, mit den Erdgasmärkten Nordwest-Europas verbindet, ist fertiggestellt. Dem Gastransport in Deutschland, den Niederlanden und künftig Skandinavien hat sich das Unternehmen "Gasunie" verschrieben, das seit gut einem Jahr u.a. eine Mess- und Regelstation in Heidenau gebaut hat. Kurz vor ihrer Inbetriebnahme in dieser Woche führten Wolfgang Detgen, Henning Stegemerten und Philipp Bergmann-Korn von der "Gasunie" den Gemeinderat über die Anlage.
"Der Neubau steht im Zusammenhang mit der Veränderung der Gasmärkte", erläuterte Henning Stegemerten. Früher sei man von Dänemark abhängig gewesen. Die Gasproduktion dort sei inzwischen stark rückläufig und tendiere gegen Null, so dass auch Dänemark künftig aus Russland versorgt werde, so Stegemerten. Das durch die NEL fließende Erdgas werde von Heidenau aus Richtung Dänemark und Schweden geleitet, um Versorgungslücken zu schließen.
Dazu war der Bau der Mess- und Regelstation in Heidenau ein erstes Projekt, zusammen mit dem Bau von Verdichterstationen in Embsen und Quarnstedt in Schleswig-Holstein sowie dem Ausbau des Transportnetzes in Schleswig-Holstein.
Die Technik erläuterte Wolfgang Detgen. Von der NEL gibt es einen Abzweig, der die Gasstation in Heidenau versorgt. Dort wird der mit 100 Bar ankommende Druck auf 70, 80 Bar herunter geregelt. Das Gas wird in Filteranlagen nochmal gereinigt und über vier Leitungen weitergeleitet und ins Gasnetz gespeist. "Alles ist mit Schiebern abgesichert, die von der Leitzentrale im Gewerbegebiet Schneiderkrug in Emstek gesteuert werden. Da kann nichts passieren", so Detgen. Wieviel Gas fließt, ermitteln ein Ultraschall- und ein Turbinenmesszähler.
Die Vertreter der "Gasunie" bedankten sich beim Rat für die gute Zusammenarbeit. Bevor das Gelände eingezäunt wird, sollen die unmittekbaren Anlieger in Heidenau ebenfalls Gelegenheit bekommen, die Mess- und Regelstation zu besichtigen.