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Dieser Schulleiter ist ein echter "Aufschneider"

Mit den lecker belegten Brötchen (v. li.): Sabine Schulte, Michaela Kurth, Helga Bugelmann und Stefan Birkner
bim. Tostedt. "Bin ich jetzt ein Aufschneider?" fragt Stefan Birkner mit einem Augenzwinkern. Der neue Leiter des Gymnasiums Tostedt setzt sein Credo, dass Schule nur gemeinsam funktionieren kann, um, indem er den "Brötchenmüttern" um Sabine Schulte und Esther Brandt an zwei Tagen aushilfsweise zur Hand geht. Mit seinem Besuch und zwei Blumensträußen zeigt er außerdem, dass er um den Wert ihres ehrenamtlichen Einsatzes weiß.
"Ich fange um kurz nach 8 Uhr an, die Helfer kommen um 8.30 Uhr, und dann geht's los", berichtet Sabine Schulte. Sie und die zweite hauptamtliche Kraft Esther Brandt sowie ihre 21 ehrenamtlichen Mitstreiterinnen und zwei Mitstreiter schmieren an fünf Tagen in der Woche jeweils in Dreier-Teams Brötchen im Akkord und belegen sie mit Wurst oder Käse, dazu mit Salat, Gurke und Tomate.
Bis zu 400 Brötchen, Laugenstangen, Berliner, Mandelhörnchen und einiges mehr wandert bis mittags über den Tresen. "Mit Gemüse belegte und mit Remoulade bestrichene Schinken-Käse-Stangen und Käsesofties sind die Renner", so Sabine Schulte.
Überhaupt ist die Verpflegung am Tostedter Gymnasium immer mal wieder ein Thema. Als im September 2006 dort erstmals eine Mensa eröffnet wurde, war die Freude riesig. Doch die währte nicht lange, weil der Caterer - auch mangels Nachfrage - aufgab. Nach zwei weiteren Anläufen mit anderen Anbietern wurde das "Mensa-Kapitel" ad acta gelegt. "Die Schule ist zu klein, um einem gewerblichen Anbieter genügend Umsatz zu bieten", so die Vermutung von Sabine Schulte, die von Beginn an bei den "Brötchenmüttern" aktiv ist. "Daran sieht man, wie wichtig das Ehrenamt ist", so Stefan Birkner.