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Drei Schulen, ein Projekt gegen Rechts

Sie sprachen zur Eröffnung: v.li.: Sophia Michaelig (FES), die Lehrer Stefan Brandt, Regina Aepler, Svenja Stadler, Ulli Graß, Andreas Speit und Petra Simons-Schiller (EKR)
gb. Tostedt. Vor dem Hintergrund der Terror-Attentate in Paris, für deren Opfer eine Schweigeminute eingelegt wurde, ist im Gymnasium Tostedt die Wanderausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ feierlich eröffnet worden. Die Ausstellung, die an verschiedenen Orten in Niedersachsen gezeigt wird, weist auf Gefahren hin, die vom Rechtsextremismus als Bedrohung für die Demokratie und die Menschenwürde ausgehen. Sie stellt auch die Ausprägungen rechtsextremen Verhaltens und Einstellungen dar, und zeigt unter anderem auf verschiedenen Schautafeln, welche Formen rechtsextreme Lebens- und Vorstellungswelten annehmen können.
„Wir wollen unsere Schüler sensibel machen und vor Demagogen schützen“, sagte Stefan Brandt, Leiter der Schule am Düvelshöpen, die ebenso in das Projekt eingebunden ist wie die Erich-Kästner-Realschule (EKR). „Wir werden immer wachsam bleiben und uns weiter für Demokratie und gegen Ausgrenzung einsetzen“, erklärte Moderator Ulli Graß. Ähnlich äußerte sich die SPD- Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler mit den Worten „die politische Mehrheit in unserem Land schützt die die Demokratie gegen Feinde, egal ob von rechts oder gegen Ereignisse wie denen in Paris. Mit klaren Daten und Fakten untermauerte der Journalist und Rechtsextremismusexperte Andreas Speit seinen Vortrag. So können Wahlergebnisse auch Ausdruck einer mehr als bedenklichen Stimmung sein. In Gegenden, in denen rechte Parteien wie die NPD hohe Stimmenanteile erhielten, weisen die Statistiken auch signifikant höhere Delikte wie Brandanschläge, Sachbeschädigungen und Körperverletzungen, begangen an Ausländern und Einheimischen, die nicht in das rechte Weltbild passen, aus.
Die Ausstellung des Landesbüros Niedersachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) wird noch bis zum 27. November am Eröffnungsort gezeigt. Als Ausstellungslotsen fungieren 40 dafür ausgebildete Schülerinnen und Schüler.