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DRK-Kaufhaus "Fundus" spendet 1.000 Euro für Aufenthalt der von der Tschernobyl-Katastrophe belasteten Kinder

Bei der Spendenübergabe: Frank Rehmers, Sylvia Büsing und Fulko Steinhausen (Mitte, v. li.), umringt von den Kindern aus Gomel mit Gasteltern und Betreuern
bim. Tostedt. Die Folgen der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 sind nach wie vor spürbar. "Auch nach fast 30 Jahren ist alles noch total verseucht. Kein Kind kommt richtig gesund zur Welt", sagt der Hollenstedter Pastor Fulko Steinhausen. Er nahm jetzt dankbar eine 1.000 Euro-Spende des "DRK-Fundus - Kaufhaus für alle" von Geschäftsführer Frank Rehmers im Tostedter "Fundus" in Empfang. Mit dem Geld wird der Aufenthalt von 28 Kindern aus Gomel an der frischen, jodhaltigen Nordseeluft von Büsum ermöglicht. "Das ist toll, das hilft uns", freute sich der Pastor.
Gomel liegt in Weißrussland nahe der Grenze zur Ukraine, rund 120 Kilometer von Tschernobyl entfernt, und gehört zu einem der durch die Katastrophe am meisten kontaminierten Gebiete. Einmal im Jahr kommen Mädchen und Jungen im Alter von neun bis 14 Jahren aus Gomel in den Kirchenkreis Hittfeld, um in unbelasteter Umgebung eine unbeschwerte Zeit zu verbringen.
Fulko Steinhausen als Tschernobyl-Beauftragter des Kirchenkreises koordiniert den Aufenthalt. 8.000 Euro an Spenden werden jedes Jahr für den Besuch der Kinder benötigt.
Das "Fundus"-Kaufhaus in Tostedt besteht jetzt im dritten Jahr. Dort sind günstig gebrauchte Kleidung, Spielzeug und Haushaltswaren erhältlich. "Von dem Erlös haben wir die Möglichkeit, soziale Projekte zu fördern", so Frank Rehmers. So unterstützte das "Fundus" schon u.a. die Tafel, die Lebensmittelausgabe für bedürftige Menschen, und Flüchtlinge mit neuen Decken für den Winter. Die Idee, 1.000 Euro für die Kinder aus Weißrussland zu spenden, hatte "Fundus"-Leiterin Sylvia Büsing nach einem WOCHENBLATT-Artikel, in dem Gasteltern für die Kinder gesucht wurden. Und "Fundus" half nicht nur mit Geld, sondern auch mit Sachspenden. "Die Kinder wurden hier so gut eingedeckt", strahlte Gastmutter Ingrid Krüger aus Regesbostel.