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DRK-Zentrum für Tostedt 6,475 Millionen Euro

So könnte das DRK-Zentrum an der Bahnhofstraße aussehen. Die vorhandenen Bäume sind in dieser Darstellung nicht zu sehen, seien aber im Entwurf berücksichtigt, versicherte der Architekt (Foto: Martin Menzel Architekten Ingenieure)
bim. Tostedt. Alle Rotkreuz-Angebote unter einem Dach zu vereinen, hat sich das DRK Tostedt, mit 600 Mitgliedern der größte DRK-Ortsverein im Landkreis Harburg, zum Ziel gesetzt. Bisher sind Geschäftsstelle und Bereitschaft, Fahrzeuge und das beliebte Kaufhaus "Fundus" an verschiedenen Orten auf Gemeindegebiet verteilt. Das Zentrum wird die größte Investition in der Geschichte des Ortsvereins: Das zweieinhalbgeschossige Gebäude, das über die Vermietung von 13 integrierten Wohnungen mit finanziert werden soll, wird nach Angaben des Architekten Martin Menzel 6,475 Millionen Euro kosten.
Bereits im März 2014 hatte die Mitgliederversammlung des DRK Tostedt den Vorstand ermächtigt, das Grundstück in der Bahnhofstraße 24 und 24a, auf dem sich das DRK-Kaufhaus "Fundus" befindet, zu erwerben. Dort soll das DRK-Zentrum entstehen und u.a. Rettungswache, Bereitschaft, Jugend-Rotkreuz, alle 16 DRK-Gruppen und ein vergrößertes „Fundus“-Kaufhaus ihre Heimat finden. Im Januar 2016 hatte Vorsitzender Dieter Weis den Kaufvertrag unterzeichnet. Auch erste Architekten-Entwürfe lagen bereits vor, für deren Realisierung aber der Erwerb eines weiteren Grundstücks erforderlich gewesen wäre. 
Mit Martin Menzel gibt es nun einen neuen Architekten - und neue Pläne mit einer optimierten Ausnutzung des vorhandenen Grundstücks und einem kompakteren Baukörper.
Entgegen der ursprünglichen Planung eines Cafés soll nun auf gewerbliche Nutzung verzichtet werden. Allerdings gebe es einen Arzt, der Interesse an einer Niederlassung im DRK-Zentrum habe.
Das erweiterte "Fundus"-Kaufhaus hätte demnach seinen Platz auf der Ecke Bahnhofstraße/Triftstraße. Dahinter sollen in Verlängerung der Triftstraße die Geschäftsstelle, ein Lager- und Abstellbereich, Küche, Sanitäranlagen, ein Versammlungsraum sowie im Innenhof ca. 50 Pkw-Stellplätze entstehen. Auf der anderen Seite die Rettungswache mit den zwei Fahrzeugen und Ausfahrt in Richtung Bahnhofstraße, Sanitärbereich, Aufenthalts- und Ruheräume. Die Nettonutzfläche für das DRK betrage 1.100 Quadratmeter, eine Detailabstimmung mit dem Vorstand habe aber noch nicht stattgefunden, so Martin Menzel.
Im Obergeschoss, angebunden durch Treppenhaus und Fahrstuhl, würden nach Menzels Planungen die Arztpraxis sowie in beiden Straßenrichtungen sieben Zwei-Zimmer-Wohnungen, die über einen Laubengang zu erreichen sind, entstehen und im Staffel- oder Dachgeschoss sechs Wohnungen. Optisch solle sich das Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von 2.860 Quadratmetern der Architektur im Ortskern anpassen.
Da sich auf dem Grundstück einst eine Sägerei befand, seien einige Flächen kontaminiert, berichtete DRK-Vorsitzender Weis. "Es liegt ein Gutachten vor, wir wissen, wo diese Flächen sind, was zu tun ist und was es kosten wird", machte er deutlich.
Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung steht noch aus. Aber Dieter Weis ist zuversichtlich: "Gemeinsam werden wir es schaffen, auch wenn unser Vorhaben gelegentlich ins Stocken kommt."