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Drohnen über der Tostedter Johanneskirche / Kein Spionage-Angriff, sondern Vorbereitung eines Radiogottesdienstes

Bereiten den Radiogottesdienst bzw. die Werbung dafür vor (v. li.): Lilian Breuch, Pastorin Birgit Averbeck und Kantor Kai Schöneweiß
bim. Tostedt. Drohnen über der Tostedter Johanneskirche verunsicherten in diesen Tagen manchen Besucher im Himmelsweg. Bei den mit Kameras bestückten Flugobjekten handelte es sich jedoch nicht um einen Spionage-Angriff. Vielmehr fingen Lilian Breuch und Jürgen Gutowski aus Hannover damit Bilder des altehrwürdigen Gebäudes ein, um damit einen ganz außergewöhnlichen Gottesdienst zu bewerben: einen Radiogottesdienst am Sonntag, 25. Juni, um 10 Uhr.
Pastorin Birgit Averbeck und Kantor Kai Schöneweiß sind schon ganz aufgeregt. Denn bei der exakt 57,3 Minuten dauernden Live-Übertragung auf NDR-Info und WDR5 muss jeder Satz, jeder Ton sitzen.
"Es ist spannend zu erfahren, was bei einer solchen Übertragung zu beachten ist. Das bedarf viel Vorarbeit, die der Gottesdienstbesucher und Radio-Zuhörer gar nicht mitbekommt", so Birgit Averbeck.
Das Thema dieses für die Johannesgemeinde besonderen Gottesdienstes lautet ausgerechnet "Gott in der Stille". In den Mittelpunkt ihrer Predigt stellt Birgit Averbeck einen Bibeltext aus Elias. Die Johanneskantorei unter der Leitung von Kai Schöneweiß, unterstützt von Sopranistin Maria Goitowski aus Wistedt, wird dazu passend Auszüge aus dem Elias-Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy zu Gehör bringen. "Wir wollen damit dem Norden zeigen, was wir für eine sangeskräftige Gemeinde haben", so der Kantor, der den Chor dirigiert und die Orgel spielt.
Weitere Leser und Lektoren aus der Gemeinde sind beteiligt, um für Stimmen-Vielfalt zu sorgen. Während der Übertragung müssen sich alle Beteiligten möglichst geräuschlos bewegen, Zettel-Rascheln und zu lange Sprech-Pausen vermeiden. Es ist eben kein gewöhnlicher Gottesdienst, sondern eine echte Inszenierung. "Es ist eine ganz neue Erfahrung, einen Gottesdienst so zu gestalten, die Perspektive ändert sich", meint Birgit Averbeck zu der akustischen Herausforderung. Sollte sich jemand verhaspeln, lautet die Devise "weitermachen", denn sonst passt das gesamte Timing nicht mehr.
Da die Live-Übertragung des Gottesdienstes um punkt 10 Uhr beginnt, bitten Birgit Averbeck und Kai Schöneweiß die Gemeinde um rechtzeitiges Erscheinen. Ab 9.30 Uhr wird ein Mitglied der NDR-Redaktion die Gottesdienstbesucher einweisen. Vor der Kirche wird dann ein großer Übertragungswagen stehen.
• Bereits am Samstag, 24. Juni, um 17 Uhr gibt es einen Probedurchlauf des Gottesdienstes, zu dem die Gemeinde herzlich eingeladen ist. "Je originaler der stattfindet, desto besser kann das Radio-Team seine Geräte für den Live-Gottesdienst abstimmen", so Birgit Averbeck.