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Eine Heimat für die Tostedter Vereine

Nach der Besichtigung des Kirchengebäudes (v. li.): Walter Gerke, Gerd Weber vom Seniorentreffpunkt, Ratsherr Burkhard Allwardt und der interessierte Anwohner Ottokar Lembke
bim. Tostedt. Ein Gemeinschaftshaus für die Vereine und kulturelle Veranstaltungen fehlt in Tostedt. Abhilfe könnte das Gebäude der neuapostolischen Kirche darstellen, das die Kirche für 245.000 Euro zum Verkauf anbietet. Das parteilose Ratsmitglied Burkhard Allwardt hat nun beantragt, die Gemeinde möge das Gebäude erwerben, um den vielen gesellschaftlichen Einrichtungen im Ort eine Heimat zu bieten.
Vereine wie der Seniorentreffpunkt "Treff aktiv" oder das örtliche Deutsche Rote Kreuz (DRK) sind auf der Suche nach neuen Räumen. Auch u.a. für das von der ehemaligen und aktuellen Gleichstellungsbeauftragten Doris Herrmann und Maren Altmann geforderte Generationenhaus, die Treffen des Forums für Zivilcourage sowie Tanz-, Theater- und Musikvorführungen fehlen Räumlichkeiten.
"Das Gebäude liegt im Waldgarten ortszentral, bietet brauchbare Räume und ist behindertengerecht. Außerdem gibt es einen ausreichenden Parkplatz", so Burkhard Allwardt.
Als Grund für den Verkauf des 1978 errichteten Gebäudes nennt Walter Gerke, früherer Priester der Gemeinde, den Umzug der rund 100 Tostedter Gläubigen im vergangenen April nach Buchholz, wo die Gemeinde ihr Gemeindezentrum in der Mittelstraße für über eine Million Euro großzügig erweitert hat. "Die Gemeinde in Tostedt war u.a. wegen einiger Wegzüge etwas geschrumpft", so Gerke. Außerdem sei es aufgrund der höheren Altersstruktur nicht mehr möglich gewesen, ausreichend Chormitglieder oder Ehrenamtliche zu finden. In Buchholz zählt die zusammengelegte Gemeinde Nordheide nun über 280 Mitglieder.
Derzeit gebe es für das Gebäude noch zwei weitere Interessenten: eine Familie, die es als Wohnhaus nutzen möchte, und einen Investor, der das Gebäude abreißen würde. "Wir bevorzugen allerdings einen Käufer, der das Gebäude erhalten und nutzen würde", so Gerke. Zeitdruck für den Verkauf gebe es keinen, sodass die politischen Gremien einen möglichen Kauf in Ruhe beraten könnten.