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Energiewende als Modell für Europa? Praxisnaher Unterricht an der Erich-Kästner-Realschule Tostedt

Hendrik Beneke (vorne li.) erläuterte dem Profilkurs Wirtschaft der Erich-Kästner-Realschule die Funktionsweise der Biogasanlage
bim. Vaerloh. Was unternimmt die Bundesregierung, um ihre ehrgeizigen Klimaschutzziele zu erreichen? Und: Ist die Energiewende in Deutschland ein Modell für Europa? - mit diesen Fragen beschäftigten sich jetzt 18 Schüler des Profilkurses Wirtschaft der Erich-Kästner-Realschule Tostedt mit ihrem Fachlehrer Matthias Rohwer. Als Referent war Jan Roessel von der Deutschen Gesellschaft e.V. zu Gast.
Tostedt war die letzte von 20 Stationen bundesweit, die die Deutsche Gesellschaft e.V. besuchte.
"Wir vermitteln als Träger politischer Bildungsarbeit Schülern, was die Regierung bei der Energiewende macht und was vor Ort angestoßen wird", so Jan Roessel. Der Ausbau der erneuerbaren Energien schreite gut voran und liege derzeit bei 26 Prozent. Das sei im europäischen Vergleich recht viel. Wichtig sei, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie gehe.
Bis zum Jahr 2022 müssen die Stromnetze auf insgesamt 8.200 Kilometern ausgebaut werden. Auf 4.400 Kilometern sind Maßnahmen zur Netzverstärkung nötig. Auf weiteren 3.800 Kilometern ist ein kompletter Neubau in neuer Trasse erforderlich.
Neben Solar- und Windenergie gehört Biogas zu den erneuerbaren Energien. Wie eine Biogasanlage funktioniert ließen sich die Schüler beim Ortstermin an der Biogasanlage in Vaerloh von deren Betreibern Heinrich und Hendrik Beneke erläutern. Die 2010 gebaute 400KW-Anlage wird zu 70 Prozent mit Mais und Gras sowie zu 30 Prozent mit Gülle "gefüttert".