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Für den neuen Durchblick und weniger Zugluft: Fenster der Tostedter Johanneskirche werden ausgetauscht

Dennis Grohsklaus von der Firma Mahnke aus Lüneburg beim Sägen der Schablone für die Fensterbögen
bim. Tostedt. Es ist eine der größten Baumaßnahmen der Tostedter Johanneskirche seit Jahrzehnten: Die Instandsetzung der rund 60 Fenster. "Diese wurde nötig, weil sich die Bleiverglasungen auflösten und die Fenster immer undichter wurden", so Pastor Gerald Meier. Und undichte Fenster beißen sich mit den Bemühungen der Kirchengemeinde, Energie zu sparen.
Im Winter 2012/13 wurde die Heizungsanlage erneuert und Bankheizungen eingebaut. An den Kosten von ca. 75.000 Euro beteiligte sich der Kirchenkreis Hittfeld mit 64.000 Euro. Der Einbau einer Fußbodenheizung steht noch aus. "Erwärmte Zonen in der Kirche zu schaffen ist ein Konzept, das vom Energetischen her das Optimum ist", so Meier. Für die Fußbodenheizung stehen aber derzeit keine Mittel zur Verfügung.
Umso erleichterter ist der Pastor, dass die Gemeinde nicht die Kosten von knapp 200.000 Euro für die Fensterinstandsetzung stemmen muss. Die trägt die Landeskirche, deren Amt für Bau- und Kunstpflege Lüneburg für die kirchlichen Liegenschaften zuständig und auch Bauherr ist.
Mit der Reparatur ist eine Spezialfirma aus Taunusstein-Wehen beauftragt, die die Fenster aus Tostedt abholt, in der eigenen Werkstatt repariert und später wieder einsetzt.
Doch bei der Baumaßnahme trat Unvorhergesehenes ein: "Als die ersten Fenster herausgenommen wurden, brachen Formsteine heraus. Irgendwann sind die Fenster schon mal ausgetauscht worden und mit Betonzement wieder eingesetzt worden. Ursprünglich waren sie in Muschelkalk mit Pferdehaaren eingesetzt", erzählt Gerald Meier. Er hat inzwischen einiges über verschiedene Glas-Herstellungsverfahren gelernt und weiß, dass es in der 1878 bis 1880 erbauten Johanneskirche eine Mixtur aus verschiedenen Fenstergläsern gibt.
Wegen der herausgebrochenen Formsteine müssen die Bögen nun von einer Lüneburger Restaurationsfirma teilweise neu gemauert werden.
Die Baumaßnahme wird sich wahrscheinlich bis ins nächste Jahr hineinziehen. Die Empore wird in dieser Zeit nicht nutzbar sein. Sie wird während der Arbeiten abschnittweise mit Folien abgehängt, damit die sensible Orgel, die erst 2008 zusammen mit der Kanzel renoviert worden war, keinen Schaden nimmt.