Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Gegen das Vergessen gerichtet

Die Zehntklässlerinnen (v. li.) Rosalie, Karolin, Vanessa, Steffi, Jasmin und Martina schufen aus einer Zeitzeugenbefragung einen Zeitstrahl

Kriegsleid in Wanderausstellung verändert Blick auf die Gegenwart

gb. Tostedt. „Den Blick gegen das Vergessen gerichtet“. Unter diesem Motto findet in der Tostedter Erich-Kästner-Realschule (EKRS) eine Wanderausstellung von Fotografien und Texten statt. Initiatoren sind der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) und die Deutschengesellschaft (DG) statt. Die Ausstellung basiert auf einer trinationalen Begegnung, in der sich Jugendliche aus Deutschland, Frankreich und Polen unter anderem mit der größten deutschen Kriegsgräberstätte Golm auf Usedom beschäftigt haben. Durch Zeitzeugenbefragungen ergänzten Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen der EKRS die Informationsstellwände mit eigenen Arbeiten. Die gemeinschaftliche Aktion ist eine Mahnung gegen den Krieg, und verdeutlicht, dass der heutige Frieden in Europa alles andere als selbstverständlich ist. Großes Lob zollte Jan Roessel von der DG Schülern und Kollegium der EKRS mit den Worten „ein Engagement wie an dieser Schule habe ich selten gesehen.“

Das vergangenes Leid auch den Blick auf die Gegenwart verändert, wird aus den Worten von Karolin klar. Die Zehntklässlern gehört zu einer Projektgruppe, die Erzählungen einer gebürtigen Ukrainerin einen Zeitstrahl festgehalten hat. Er beginnt mit der Verschleppung aus der Heimat und führt bis zum Kriegsende. „Bei dieser Arbeit haben wir gesehen wie die Leute im Krieg gelitten haben, und dabei gemerkt wie gut es uns heute geht“, sagt die 15-Jährige. Auf die Auswirkungen von weltweiten Kriegen wies Gastredner Joachim Bord hin: „Auch heute suchen Menschen aus Krisengebieten bei uns Schutz, denen wir anders begegnen können wenn wir unsere eigene Geschichte kennen“, sagte der Landrat.