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Gewerbetreibende warnen vor Gewerberegistrat - Abzock-Schreiben macht behördlichen Eindruck

Mit diesen Schreiben werden Gewerbetreibende zum "Eintrag" aufgefordert
(bim). Im ganzen Landkreis bekamen dieser Tage viele Gewerbetreibende Post vom "Gewerberberegistrat". Das Anschreiben der GES Registrat GmbH aus Berlin macht den Eindruck, als sei es von einer Behörde versandt. Wer das Formular unterschreibt und zurückschickt, schließt einen Zwei-Jahres-Vertrag für jährlich 588 Euro ab. Das steht aber nur im Kleingedruckten. Mit einer ähnlichen Masche versuchte in den vergangenen Jahren auch die "Gewerbeauskunftzentrale", Geschäftsleute abzuzocken.
Am Kopf des Schreibens des "Gewerberegistrat" steht: "Erfassung gewerblicher Einträge (§ 14 BGB)" neben einem Wappen mit zwei stilisierten Berliner Bären. Die Unternehmer werden mit dem Schreiben aufgefordert, bereits eingetragene Daten zu überprüfen und weitere Daten wie Branche und E-Mail-Adresse zu ergänzen. "Viele Gewerbetreibende fallen darauf herein", sagt eine Geschäftsfrau, die weiß, wie schnell ein solches Formular mit der ganzen Geschäftspost beantwortet wird.
Besonders dreist: Mit dem Satz "Schreiben wurde Ihnen bereits am 27.3.2015 zugesandt" werden die Angeschriebenen in Zugzwang gesetzt.
Am besten ist es, die Schreiben gleich im Müll zu entsorgen.