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Gut behütet mit den Kreationen von Hutmacherin Elke Martensen

Elke Martensens Hüte schmücken prominente und royale Häupter (Foto: Nele Martensen)
 
Ein Blick in das Atelier der Hutmacherin Elke Martensen (Foto: Nele Martensen)
bim. Tostedt. Ihre Kreationen haben schon prominente und königliche Häupter wie die der Schauspielerinnen Isabella Rossellini und Christine Kaufmann, Sängerin Diana Ross oder Königin Silvia von Schweden geschmückt. Sie verfügt über größte Fingerfertigkeit, hat Kenntnisse von unterschiedlichsten Materialien sowie ein Gespür für Farben und Formen: Elke Martensen aus Tostedt ist Hutmacherin oder - wie es dieses aufwendige Handwerk treffender beschreibt - Modistin.
Die großen Namen der Modebranche lassen Elke Martensen nicht in Ehrfurcht erstarren. 28 Jahre lang arbeitete sie mit Modeschöpferin Jil Sander zusammen, außerdem mit bekannten Designern wie Wolfgang Joop.
"Meine Mutter trug viele Hüte. So bin ich damit groß geworden. Mit 14 Jahren besuchte ich das Atelier eines Hutmachers. Da wusste ich: Das wird mein Beruf", erzählt die gebürtige Hamburgerin, die 1979 mit ihrer Familie nach Tostedt zog, von ihrer ungewöhnlichen Berufswahl. Ihre dreijährige Ausbildung absolvierte sie in einem renommierten Hamburger Salon mit einer Maßschneiderei für Abendgarderobe und dazu passenden Hüten. "Inge Meysel und andere bekannte Schauspieler dieser Zeit waren dort Kunden", erinnert sich Elke Martensen.
Dann folgten - wie sie sagt - ihre Lehr- und Wanderjahre, die sie nach Brüssel und Frankreich und schließlich zu einer namhaften Hutmacherin nach München führten. 1963 machte sich Elke Martensen in Hamburg selbstständig, ihren ersten eigenen Hutsalon eröffnete sie dort 1982.
"Ich habe lange für Zeitschriften wie Brigitte oder Fotografen wie Charlotte March gearbeitet. Passend zu den vorgestellten Kollektionen, die in First-Class-Salons angefertigt wurden, kreierte ich die Hüte. Das hat Spaß gemacht", so Elke Martensen. Für solchen Luxus haben heutzutage die wenigsten Zeitschriften Geld.
Elke Martensens Hüte waren auch auf Modemessen, u.a. in Zürich und München gefragt. "Dann kamen die Einkäufer hochwertiger Boutiquen und suchten sich Modelle aus, die dann in meinem Atelier von mir und meinen zehn Angestellten in Handarbeit vervielfältigt wurden. Mancher Hut war ein Liebling, manch anderer lief gar nicht", sagt Elke Martensen.
In Spitzenzeiten entstanden in ihrem Atelier über 2.000 Hüte pro Jahr. Inzwischen fertigt sie nur noch Unikate.
In ihrem Tostedter Atelier stehen unzählige Holzköpfe in allen nur erdenklichen Formen. Die Schubladen sind gefüllt mit exotischen Federn, Stoffen, Filz, Leder, Pelz und Strohhut-Rohlingen, die Regale mit bunten Borten. "Ich bin Materialfetischistin. Mein Dachboden ist voll. Von daher kann ich gar nicht aufhören", sagt Elke Martensen. Denn obwohl sie längst im pensionsfähigen Alter ist, kann sie von ihrer Leidenschaft nicht lassen. Aber sie geht es etwas ruhiger an, nimmt nicht mehr an Messen, sondern "nur noch" an Ausstellungen teil. Immer noch ist sie in der ganzen Welt, etwa in Asien oder Afrika unterwegs.
• Am 14. und 15. November jeweils von 10.30 bis 20 Uhr ist eine Auswahl ihrer Hüte bei freiem Eintritt im Hotel Lindtner, Heimfelder Straße 123 in Hamburg-Harburg, im Rahmen der Veranstaltung "Kunst-Handwerk & Antiquitätentage" zu sehen und zu erwerben.
• Weitere Infos unter www.elke-martensen.de. unter www.elke-martensen.de.