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H.E.L.G.O" ermöglicht indischen Kindern einen Weg aus den Slums

Dr. Helgo Meyer-Hamme mit einigen der geförderten Kinder (Foto: H.E.L.G.O.)
bim. Tostedt. Achtjährige Kinder, die barfuß auf Müllbergen herumklettern und nach Verwertbarem suchen, oder die mit nacktem Oberkörper ohne Arbeitsschutzkleidung Stanzen bedienen, und das bis zu zwölf Stunden am Tag - solche erschreckenden Bilder sahen die Tostedter Kinderärztin Dr. Brigitte Deneke und der Hamburger Internist Helgo Meyer-Hamme, als sie sich in den 1990er Jahren während ihrer Jahresurlaube als "Ärzte für die Dritte Welt" in Ambulanzen im indischen Kalkutta engagierten. Doch wie kann man diese Missstände abschalten? fragte sich Dr. Meyer-Hamme und hatte eine geniale Idee: den Kindern nicht nur den Schulbesuch zu finanzieren, um ihnen mittels besserer Bildung einen Weg aus der Armut zu ermöglichen, sondern auch den Verdienstausfall für die Eltern in Form von Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs zu kompensieren.
Um diese Unterstützung zu gewähren, gründete Helgo Meyer-Hamme 1995 den gemeinnützigen Verein "H.E.L.G.O". Die Buchstaben seines Namens stehen seither für "Help for Education and Life Guide Organisation" - Hilfe bei Erziehung, Ausbildung und Lebensführung für Kinder in Kalkutta. Seinen eigenen Namen für die Hilfsorganisation zu verwenden, war dem bescheidenen Internisten zunächst nicht recht. Doch ein Inder überzeugte ihn, die Buchstaben seines Vornamens Helgo so treffend mit den Zielen des Vereins zu verbinden.
Dr. Brigitte Deneke und ihr Mann, Pastor Jörg Deneke (†), unterstützten Helgo Meyer-Hamme von Beginn an. "Mein Mann war damals Pastor in Nenndorf. Als wir 1997 nach Tostedt kamen, brachten wir den Hilfegedanken mit in die Johannes-Kirchengemeinde", berichtet Brigitte Deneke.
Albrecht Wegner, Sprecher des Weltladens in Tostedt, war zunächst skeptisch und forschte erstmal nach, was es mit "H.E.L.G.O." auf sich hat. Von der Seriosität überzeugt, war auch er schnell begeistert von dem Projekt. "Es ist schlimm, dass die Eltern auf das Geld der Kinderarbeit angewiesen sind", sagt Albrecht Wegner. Das Tostedter Weltladen-Team unterstützt "H.E.L.G.O." seither regelmäßig mit Spenden aus der Weltladen-Kasse. Auch manche Kollekte der Johannes-Kirchengemeinde kommt dem Projekt zugute.
Bisher wurden überwiegend Jungen gefördert. "Diese Arbeit soll ausgeweitet werden, um Mädchen und junge Frauen stärker zu unterstützen", berichtet Brigitte Deneke.
Im Laufe der vergangenen 21 Jahre wurden ca. 1.000 Kinder bzw. Jugendliche durch "H.E.L.G.O." für ein kompetenteres Leben fit gemacht. Die Kosten, also "Verdienstausfall" und Schule oder Ausbildung für ein Kind, betragen - je nach angestrebtem Bildungsgrad - durchschnittlich rund 60 Euro in Monat. Wer spenden und mehr über "H.E.L.G.O." erfahren möchte, besucht im Internet die Seite www.helgo-ev.de.