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"Hütehund soll an die Leine"

Jutta Besser-Lahtz mit ihren Hunden Paco (li.), der vom Hütehund angegriffen worden sein soll, und Paula (Foto: oh)
bim. Handeloh. Ein ganzjähriger Leinenzwang für das Ausflugsgebiet Büsenbachtal bei Handeloh wird seit dem Frühjahr im Ort teils sehr emotional diskutiert. Anlass waren Beschwerden mehrerer Anwohner und des ortsansässigen Schäfers über Spaziergänger, die ihre Hunde nicht unter Kontrolle hätten. Jetzt steht Schäfer Ekkehard von Hörsten selbst am Pranger. Büsenbachtal-Anwohnerin Jutta Besser-Lahtz wirft ihm vor, er habe einen seiner Hunde nicht im Griff gehabt. Es steht Aussage gegen Aussage.
Der freilaufende Hütehund hätte am Dienstag der Vorwoche ihren Hund Paco auf ihrem eigenen Grundstück attackiert. "Gegen 11 Uhr hat der Hütehund von Herrn von Hörsten unseren Hund auf unserem nicht eingezäunten Grundstück angefallen", berichtet Jutta Besser-Lahtz. Der Hütehund habe sich ca. 600 Meter von Ekkehard von Hörsten und von der Heidschnuckenherde entfernt und außerhalb der Sichtweite des Schäfers aufgehalten. Nur weil sie den Hund beim Angriff sofort gepackt und am Halsband zum Schäfer gebracht habe, sei ihr Paco ohne schlimmere Verletzungen davon gekommen und habe nur kurzzeitig gehumpelt, so Jutta Besser-Lahtz.
Sie fordert nun, dass von Hörstens Hütehund an die Leine kommt oder zumindest einen Maulkorb tragen soll. "Wir Büsenbachtaler und Hundebesitzer wehren uns nach wie vor gegen den ganzjährigen Leinenzwang. Herr von Hörsten verlangt von anderen Dinge, von denen er selbst nicht betroffen sein will, obwohl er keinen seiner beiden Hunde unter Kontrolle hat", ärgert sich Jutta Besser-Lahtz.
Ekkehard von Hörsten kann den Vorfall nicht bestätigen. Er habe keinen Laut gehört und auch nichts gesehen. Er bezweifelt, dass sein Hütehund Anton den Rüden Paco angefallen hat.
Ein Problem sei, dass das Grundstück von Jutta Besser-Lahtz im Landschaftsschutzgebiet liege und daher nicht eingezäunt werden dürfe und außerdem ein öffentlicher Wanderweg über das Grundstück führe, erklärt von Hörsten. "Mein Hund hat da gearbeitet, während ich mich mit einem Spaziergänger unterhielt", sagt er. Der Schäfer, der mit seiner Heidschnuckenherde die Flächen im Büsenbachtal im Auftrag des Landkreises pflegt, hält den Vorfall für an den Haaren herbeigezogen, weil sich die Hundehalterin in Wahrheit darüber ärgere, dass er sich für die ganzjährige Leinenpflicht stark macht.
Er will an dieser Forderung auch weiter festhalten. Schließlich würden ein- bis zweimal pro Woche freilaufende Hunde in seine Herde rennen und die Tiere aufschrecken. Freilaufende Hunde macht er auch für sechs Totgeburten bei seinen Heidschnucken verantwortlich.
Hundefreundin Jutta Besser-Lahtz hofft jetzt auf die Vernunft der Tostedter Samtgemeinde-Politiker. Die nähmlich müssen über den Leinenzwang im Büsenbachtal entscheiden.