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In Tostedt sollen Unterkünfte für 116 Asylbewerber entstehen

Auf dieser Fläche am Elsterbogen soll eine Wohncontainer-Anlage für 58 Asylbewerber entstehen

Derzeit werden die Anwohner über die Bauvorhaben informiert / Mit Unterstützergruppen soll die Ankunft der neuen Nachbarn vorbereitet werden

bim. Tostedt. Auch in Tostedt werden bald Asylbewerber untergebracht. Voraussichtlich Ende Februar, Anfang März sollen zwei neue Unterkünfte für insgesamt 116 Asylbewerber gebaut werden: Auf einem landkreiseigenen Grundstück in der Straße Am Helferichheim und einer Fläche im Privatbesitz an der Weller Straße/Elsterbogen wird der Landkreis Harburg in Abstimmung mit der Samtgemeinde Wohncontainer-Anlagen aufbauen, um für die steigende Zahl von Flüchtlingen geeigneten Wohnraum zu schaffen. Die Anlieger wurden seit Donnerstag über die Pläne informiert und werden für Montag, 10. Februar, zu einer Besprechung mit den Vorhabenträgern ins Rathaus eingeladen.
„Bereits im Herbst vergangenen Jahres haben wir dem Landkreis eine Reihe von Immobilien und Grundstücken für Asylbewerberunterkünfte benannt. Davon werden jetzt zwei unserer Vorschläge realisiert“, sagt Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Bostelmann, "wir kommen damit unserer im Grundgesetz verankerten Verpflichtung nach, Asyl suchenden Menschen während ihres Asylverfahrens Hilfe und Schutz zu bieten.“
Die beiden Container-Anlagen sollen von einem Betreiber mit Heimleiter und Sozialarbeiter betreut werden, dazu laufen derzeit Ausschreibungen für geeignete Partner.
Außer der Information der Anwohner wollen Landkreis und Samtgemeinde auch mit Unterstützergruppen, Kirchenvertretern und dem Tostedter Forum für Zivilcourage darüber sprechen, wie die Ankunft der neuen Nachbarn vorbereitet werden kann.
„Ich hoffe sehr, dass auch die Bürger der Samtgemeinde Tostedt die neuen Nachbarn mit offenen Armen empfangen werden", so Reiner Kaminski, Bereichsleiter Soziales von der Kreisverwaltung.
Angesichts der anhaltend hohen Zahl von Menschen, die aus Kriegs- und Krisengebieten aus Asien, Nordafrika, Syrien, Pakistan oder Afghanistan nach Deutschland kommen, weist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge dem Landkreis Harburg seit vergangenem Sommer wöchentlich 15 bis 20 Asylsuchende zu, für die Wohnraum geschaffen werden muss. Wie berichtet, wurden 2013 rund 450 Flüchtlinge im Landkreis aufgenommen, dafür wurden 22 Unterkünfte neu geschaffen. Für 2014 werden erneut mehr als 400 Flüchtlinge erwartet.
In einigen Kommunen wurden bereits Unterstützergruppen gebildet, die persönliche Kontakte zu den Asylbewerbern aufbauen und ihnen helfen, in der für viele fremden Kultur anzukommen. Der Landkreis sichert die Rahmenbedingen mit der Einrichtung von Unterkünften, Beratungsangeboten und den Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz und ergänzt das ehrenamtliche Engagement vieler Bürger durch Angebote wie Sprachkurse der Kreisvolkshochschule und weitere Projekte. Dazu gehört die Prüfung von Möglichkeiten zur Erledigung gemeinnütziger Arbeit, um den Asylbewerbern während ihres oft über viele Monate laufenden Asylverfahrens ein menschenwürdiges Alltagsleben zu ermöglichen.