Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Jubiläum einer Freundschaft

Freuen sich über den gelungenen Austausch (v. li.): Samantha Buhr, Anke Gühne und Carin Weiß (Foto: bim)
Samantha Buhr arbeitete im Rahmen eines Projekts des Freundeskreises Morlaàs in Frankreich

bim. Tostedt. Den Chef morgens mit einem angedeuteten Küsschen auf die linke und rechte Wange begrüßen? - "Das war schon gewöhnungsbedürftig", sagt Samantha Buhr (21), Bäcker-Auszubildende der Bäckerei Weiss in Tostedt. Sie absolvierte kürzlich ein zehntägiges Praktikum in einer Patisserie in Frankreich. Organisiert wurde das Praktikum von Anke Gühne vom Freundeskreis Morlaàs und von Familie Weiß, die auch die Flugkosten übernahm.
Die Partnerschaft zwischen Tostedt und dem südfranzösischen Morlaàs besteht seit 24 Jahren. Alle zwei Jahre finden abwechselnd Treffen in Frankreich und Deutschland statt. Das nächste Mal wird eine französische Delegation vom 26. Juni bis 3. Juli in Tostedt erwartet. Vorbereitet wird das Besuchsprogramm hierzulande vom Freundeskreis, in dem sich mehr als 50 Bürger engagieren, sowie von Nadine Harmann und Kristina Maack aus dem Büro des Samtgemeinde-Bürgermeisters.
Anke Gühne hat die Leitung des Tostedter Freundeskreises vor über einem Jahr von Ingrid Robinson übernommen. "Ich stand vor der großen Herausforderung, die Idee der deutsch-französischen Freundschaft in die neue Generation zu tragen. So entstand das Projekt 'Wir versilbern unsere Freundschaft'. Bis 2014, wenn der Freundeskreis sein 25-jähriges Bestehen feiert, sollen 25 neue Freunde gewonnen werden", berichtet sie. Das Praktikum sei schließlich im Sinne der deutsch-französischen Freundschaft zustande gekommen.
Samantha Buhr war in Frankreich in der Familie von Bärbel und Jean-Pierre Pèrisser, den Initiatoren der Partnerschaft, untergebracht. "Das ist eine sehr nette Familie, die mich mit offenen Armen empfangen hat. Ich wurde sehr verwöhnt", schwärmt Samantha Buhr.
Auch in der Patisserie fühlte sie sich gut aufgehoben, obwohl sie zunächst kein Wort Französisch sprach. Die Verständigung klappte teils auf Englisch, teils mit den Händen.
"In der Patisserie durfte ich richtig mit anpacken, ich habe Sahnestücke, Baquettes und Quiche gemacht und Torten dekoriert", erzählt die aufgeschlossene Tostedterin, die jederzeit wieder an einem solchen Austausch teilnehmen würde.
Anke Gühne: "Diese Art des Austauschs war eine absolute Premiere. Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht." Carin Weiß: "Wir haben gerne bei dem Projekt mitgemacht und werden auch mal Auszubildende aus Frankreich bei uns aufnehmen."
Wer im Freundeskreis mitmachen oder den Franzosen im Rahmen des Austauschs eine Unterkunft bieten möchte, kann sich unter info@tostedt-morlaas.de melden. Nähere Infos unter www.tostedt-morlaas.de informieren.