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Jugendzentrum unter neuer Leitung

Fachausschussleiterin Sabine Falke (li.) mit (v. li.) Dennis Scheepker, Frances Oriola und Anke Nobis vor dem Jugendzentrum Tostedt
gb. Tostedt. „Noch befinden wir uns in der Probierphase.“ Das sagten Dennis Scheepker und Frances Oriola. Die beiden Sozialpädagogen leiten seit Anfang Mai im Auftrag der Reso-Fabrik das Tostedter Jugendzentrum (JuZ). Jetzt stellte das neue Leitungs-Duo sich und seine bisherige Arbeit dem Samtgemeinde-Jugendausschuss vor. Der hatte, wie bereits berichtet, zuvor die Übertragung der Jugendhilfeaufgaben an den Winsener Verein einhellig befürwortet. Sowohl die Reso-Fabrik-Geschäftsführerin Anke Nobis wie auch der Fachausschuss unter dem Vorsitz von Sabine Falke zogen eine positive Bilanz der ersten Wochen.
„Ich empfinde meine Arbeit als Berufung“, sagte Frances Oriola. Die energiegeladene 52-Jährige ist Mutter zweier erwachsener Kinder und Großmutter dreier Enkel. Frances Oriola stammt von den Philippinen und absolvierte bereits ihr Studium in Norddeutschland.
„Mein Steckenpferd ist die offene Jugendarbeit“, erklärte Dennis Scheepker. Der 34-jährige Vater eines Sohnes studierte nach seiner Offizierslaufbahn bei der Bundeswehr Erziehungswissenschaften.
Als Team wollen sie die Jugendlichen im Sinne von Selbstvertrauen, Selbstverantwortung, Selbstsicherheit und Selbstkritik fördern. Gelingen soll das durch freies Experimentieren im Rahmen von Bildungs- und Verständigungsarbeit. „An Jugendliche werden immer höhere Ansprüche gestellt, dadurch wächst die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns immens“, sagt Dennis Scheepker. Deshalb soll das Jugendzentrum den Heranwachsenden Raum dafür geben, sich ohne Druck auszuprobieren und auszurichten, aber auch nur chillen zu können.
Die praktische Umsetzung dessen wird die „große Herausforderung der Zukunft“. Im bisherigen Wochenprogramm des JUZ gibt es u. a. Musikangebote, Kreatives, Tanzen, Basteln, Sport, Kochen, Hausaufgabenhilfe und die Fahrradwerkstatt. Die Öffnungszeiten enden bislang bereits um 19 Uhr. Damit wollen Scheepker und Oriola die Jugendlichen dazu provozieren, selbst Vorschläge für weitergehende Programme zu machen. Stolz sind die beiden Sozialpädagogen auf ihr erstes Ferienprogramm, das an allen Schulen verteilt wurde.
Für die Zukunft planen Francis Oriola und Dennis Scheepker weitere Projekte. Alkoholprävention, eine Internetsprechstunde, Mottopartys, Kicken gegen Rechts, ein Sommerfest mit dem Freibad, ein Kindertheater, ein Inklusionsprojekt sowie der mögliche Umbau des JUZ-Vorplatzes stehen auf ihrem Wunschzettel.