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Kampens Mühlenvereins-Vorsitzender schmeißt hin

Da war die Welt noch in Ordnung: Mühlenvereinsvorsitzender Alexander Münichshofer (li.) und Mühlenbesitzer Helmt Blanck beim Einbau eines Motors im September 2012
bim. Kampen. Der Windmühlenverein Kampen trifft sich am Freitag, 30. Oktober, um 19.30 Uhr zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Feuerwehrgerätehaus in Kampen, weil Vorsitzender Alexander Münichshofer und seine Frau Ros-
witha vom Amt der Kassenwartin mit sofortiger Wirkung zurückgetreten sind. Auch ein Beisitzerposten ist neu zu besetzen. Als Grund für die Rücktritte nennt Beisitzer Fred-Kennet Wengert, der selbst von 2002 bis 2010 Vorsitzender des Mühlenvereins war, Streitigkeiten zwischen Alexander Münichshofer und Mühlenbesitzer Helmut Blanck im Hinblick auf Zuständigkeiten an der Mühle und bei den Finanzen.
Alexander Münichshofer war seit März 2010 Vorsitzender des Mühlenvereins. Mit weiteren Aktiven war er regelmäßig an der Mühle, um den denkmalgeschützten Galerieholländer aus dem Jahr 1866 zu restaurieren oder Gruppen bei Führungen dessen Geschichte zu erläutern.
Um den Verfall der 1986 außer Betrieb genommenen Mühle zu stoppen und sie wieder herzurichten, wurde 2001 der Windmühlenverein gegründet. Im selben Jahr wurde mit Helmut Blanck ein Vertrag geschlossen, der den Verein bis 2041 als Verwalter legitmiert. Seit 2003 nahm der Windmühlenverein etliche Reparaturen vor, die aus Vereinsmitteln und dank zahlreicher Spenden ganz ohne öffentliche Gelder realisiert wurden. Der Verein investierte in die Mühle seither mehr als 70.000 Euro in Material und Fachfirmen. Außerdem leisteten die Mitglieder über 5.000 Arbeitsstunden. Unter anderem haben die Mitglieder Treppen, Fußböden und Innenwände saniert, alle Fenster erneuert, auch die, die zwischenzeitlich zugemauert waren. Das feuchte Mauerwerk der Mühle wurde trocken gelegt und die Fläche um das historische Bauwerk mit Feldsteinen gepflastert, der Mahlgang wurde instand gesetzt und die Flügelwelle justiert.
Um den Windmühlenverein nicht auflösen zu müssen, würde Fred-Kennet Wengert, der sein Amt damals aus beruflichen Gründen abgegeben hatte, sich unter bestimmten Voraussetzungen für die Wahl zum Vorsitzenden zur Verfügung stellen. „Vielleicht findet sich aber noch ein anderer Freiwilliger, der den Verein gerne weiterführen möchte“, so Wengert.