Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Kleine Zwerge mit großer Stimme

Der Zwergenchor unter der Leitung von Martina Kretschmer (re.) sang für die Besucher
 
Die Schwestern Michelle und Anna Haas gehörten zu den Zwergen. Für Anna war es der erste Auftritt.

33. Christkindlmarkt lockte zahlreiche Besucher nach Tostedt / Wunschbaum für 240 bedürftige Kinder.



mum. Tostedt.
Glühwein, heiße Waffeln und ganz viel weihnachtliche Atmosphäre: In Tostedt fand am Wochenende wieder der beliebte Christkindlmarkt statt - und das schon zum 33. Mal. Besonders beeindruckend ist an dieser Veranstaltung das soziale Engagement. Seit Jahren wird dort ein Wunschbaum für bedürftige Kinder aufgestellt. Die Adressen stellt die Samtgemeinde zur Verfügung. Die Jungen und Mädchen dürfen sich Geschenke bis zu 30 Euro wünschen. Diesmal organisieren Mitarbeiter des Jugendzentrums und der Töster Füchse die Aktion. Und sie hatten gut zu tun, denn es kamen 240 Wunschzettel zusammen. Auf dem Weihnachtsmarkt hatten nun die Besucher die Möglichkeit, einen dieser Zettel mit nach Hause zu nehmen. Sie kaufen das Geschenk und geben es im Jugendzentrum ab. Kurz vor Weihnachten werden die Geschenke dann an die Kinder übergeben. Manche Erwachsene waren überrascht von den bescheidenen Wünschen. Ein Junge hofft auf Schuhe, ein Mädchen auf einen Gutschein eines Textil-Discounters. "Wir sind sicher, dass wir alle Wünsche erfüllen können", sagt Benjamin Gaum vom Jugendzentrum. "Wenn wir nicht alles Wünsche auf dem Weihnachtsmarkt vermittelt bekommen, dann werden wir alles tun, um allen Kindern ein Geschenk zu machen."
Der Weihnachtsmarkt im Herzen des Dorfes bot für jeden Besucher etwas. Zahleiche Stände luden zum Verweilen ein. Dazu gab es ein reichhaltiges kulinarisches Angebot. "Wir sind zum ersten Mal hier und es gefällt uns sehr gut", lobte Bianca Zinner das Event. Sie bummelte gemeinsam mit Ehemann Ulf und Tochter Tinke über den Markt. Das Ehepaar ist in Hamburg-Harburg zu Hause und bekam von Freunden den Tipp, nach Tostedt zu fahren. "Die Hamburger Märkte sind alle so groß, überfüllt und sehr kommerziell. Das ist hier wirklich schöner", sagt Bianca Zinner. Viellicht bummelte die Familie im Anschluss an ihren Christkindlmarkt-Besuch noch durch die Bahnhofstraße und den Himmelsweg. Damit hätten sie dann den Wunsch von Bürgermeister Gerhard Netzel erfüllt. Der Bürgermeister appellierte an die Besucher, in die Tostedter Geschäfte zu gehen. "Wir haben hier so viele schöne Läden. Sparen sie sich doch alle den weiten Weg nach Hamburg; ersparen sie sich den Stau und den Stress - kaufen sie lieber hier ein." Netzel lobte in seiner Eröffnungsrede das Engagement aller Beteiligten. Vor allem dankte er den Mitgliedern des Werbekreises, dass sie wieder einmal den Christkindlmarkt organisiert hatten. Am meisten begeisterte der Zwergenchor die Besucher. Mehr als ein Dutzend Tostedter Kinder hatten wieder einmal eifrig unter der Leitung von Erzieherin Martina Kretschmer zahlreiche Weihnachtslieder - und -gedichte einstudiert. Begleitet von Werbekreis-Maskottchen „Ekki“ sangen die Jungen und Mädchen in ihren Zwergenkostümen voller Hingabe. "Dieses Jahr waren die Kinder besonders eifrig", so Kretschmer. Insgesamt hätten die Jungen und Mädchen zwölf Lieder einstudiert. So viele wie nie zuvor. Dazu Gedichte und Geschichten. In den nächsten Wochen werden noch ein paar Auftritte - etwa in Seniorenheimen - dazukommen. An der Gitarre wurden die Zwerge zum ersten Mal von Tom Wieben (11) begleitet. Der Tostedter war viele Jahre selbst als Zwerg dabei. Nun macht er als Musiker weiter.
• Ein absolutes Highlight gab es bereits am Freitagabend: die Vorführung des Rühmann-Klassikers "Feuerzangenbowle". "Das ist eine tolle Idee", lobten die Zuschauer.