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Kraftakt an der Mühle

Statt Ziegel soll Granit an die Mühlenmauer zeigen Kennet Wengert (li.) und Alexander Münichshofer
bim. Kampen. Handwerkliches Geschick und echte Menpower waren jetzt beim Einsatz des Mühlenvereins Kampen gefragt: Acht Mitglieder tauschten drei zum Teil im Mauerwerk verfaulte Balken aus und erneuerten die durch Feuchtigkeit abgeplatzten Ziegelsteine der Außenfassade der Kampener Windmühle.
"Zwei der Balken stützen das Außenmauerwerk und den oberen Fußboden, der dritte Balken stützt den Stempel des oberen Mahlwerks und den so genannten Elevator, den Schaufelheber", erläuterte Vorsitzender Alexander Münichshofer. " Die Holzbalken stammen aus dem denkmalgeschützten Haus gegenüber der Mühle, bei dem jüngst der Dachstuhl neu hergerichtet wurde.
"Der Stein des oberen Mahlwerks wird von einem Motor angetrieben. Er ist doppelt so dick wie der vom Wind angetriebene", so Münichshofer. Um den Motor einzubauen, hatte der Mühlenverein kürzlich einen 1,5 Tonnen-Zementsockel gesetzt. Inzwischen ist die Welle eingetroffen, die nun mit dem Zahnrad ebenfalls eingesetzt wurde. "Damit der Motor exakt arbeiten kann, muss die Welle genau im Winkel stehen", so Münichshofer.
An der Außenfassade, so hat Vereinsmitglied Kennet Wengert entschieden, sollen nun statt der Ziegel auf 20 Zentimetern Granitsteine gemauert und oben abgeschrägt werden, damit das Wasser ablaufen kann.
Der Mühlenverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kampener Windmühle zu erhalten und die Technik wieder zum Laufen zu bringen. Die Aktiven sind seit Gründung des Vereins im Jahr 2001, unterstützt von Mühlenbesitzer Helmut Blanck, zu echten Experten der Mühlentechnik geworden. Rund 80.000 Euro hat der Verein seither in die holländische Galeriemühle von 1866 investiert.
Alexander Münichshofer führt u.a. Schulklassen, Kindergärten oder Reisegruppen durch die Mühle. Interessierte melden sich unter Tel. 04188-7335.