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Kritik an zunehmender Kommunalisierung / Privates Busgewerbe kann nicht mehr lange aushelfen

Das private Unternehmen Becker-Tours hatte beim Orkan "Xavier" fünf Busse für Schienennotverkehr im Einsatz
(bim). Als Orkan "Xavier" über Norddeutschland hinwegfegte und Hunderte Bahnreisende evakuiert werden mussten, wurden sie mit zahlreichen Bussen zu Hotels und anderen Bahnhöfen gebracht. Jetzt schlägt der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) Alarm. Durch eine ständig weiter um sich greifende Kommunalisierung - also u.a. die Übertragung von öffentlichen Aufgaben auf Landkreise, Städte und Gemeinden oder den Verkauf von Landeseigentum an Kommunen - werde es privaten Verkehrsunternehmen fast unmöglich, ihre Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten.
Ohne die privaten Busunternehmen wäre z.B. auch die Evakuierung der Metronom-Züge nicht möglich gewesen. Daran beteiligt war das Unternehmen Becker-Tours aus Tostedt (Landkreis Harburg), das am vergangenen Donnerstag fünf Busse außerplanmäßig als Schienennotverkehr eingesetzt hatte, davon drei Busse allein für die "gestrandeten" Zuggäste.
"Staatliche oder kommunale Betriebe findet man in diesen Situationen aufgrund ihrer Struktur selten. Doch die privaten Unternehmen wird es in Zukunft immer weniger geben, sollte die jetzige Landespolitik fortgesetzt werden", sagt der Landesgeschäftsführer der GVN-Fachvereinigung Omnibus und Touristik, Michael Kaiser. Bereits jetzt führe die rot-grüne Politik zu Betriebsaufgaben und Stilllegungen von Teilbetrieben in Niedersachsen. Werde die mittelstandsfeindliche Wirtschaftspolitik fortgesetzt, sei das Ergebnis ein von staatlichen Zuschüssen vollständig getragener Personennahverkehr, in dem weder die Interessen der Fahrgäste noch die der Beschäftigten eine Rolle spielen, so Kaisers Befürchtung.