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Landfrauen als Bindeglied zwischen Landwirten und Verbrauchern

bim/nw. Hanstedt. Das Thema "Landwirtschaft im Spannungsfeld der Gesellschaft" stand kürzlich im Mittelpunkt eines Religionsseminars des Kreislandfrauenvereins im Hotel Sellhorn in Hanstedt. Referent war Pastor Karl-Heinz Friebe vom Kirchlichen Dienst auf dem Lande.
Während vor nicht einmal 100 Jahren ein Bauer nur die eigene Familie ernährte, produziert ein Landwirt heute Lebensmittel für etwa 150 Menschen. Die Vorstellung von Landwirtschaft sei aber nicht die eines modernen und effektiven Unternehmens, sondern geprägt von den romantischen Bildern aus früheren Kinderbüchern oder der heutigen „Land-Lust-Bewegung“, so Pastor Friebe. Das führe dazu, dass ein Großteil der Bevölkerung von der Lebensmittelerzeugung total entfremdet sei, was den Erzeuger-Verbraucher-Dialog immens belaste.
Viele Verbraucher verwechselten preiswert mit billig. „Wer billig kauft, lässt andere zahlen“ so eine "LandFrau" aus dem Publikum. Das bestätigte auch Pastor Friebe. Billig gehe zu Lasten der bäuerlichen Einkommen, zu Lasten von Natur und Umwelt und in traurigen Ausnahmefällen sogar zu Lasten des Tierwohls.
Kirche wolle sich nicht opportunistisch einmischen, sondern mediatorisch wirken, erklärte Friebe. Landfrauen könnten in vielen Fällen Bindeglied zwischen Landwirten und Verbrauchern sein.