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Landkreis Harburg muss 400 Asylbewerber unterbringen

Reiner Kaminski: "Wir suchen weiter nach Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber." (Foto: archiv)
(bim). Die Frage nach der Unterbringung von Asylbewerbern wird den Landkreis Harburg auch 2014 weiter beschäftigen. Für 400 von ihnen müssen in diesem Jahr Unterkünfte geschaffen werden. Im vergangenen Jahr wurden 422 Asylbewerber untergebracht. Insgesamt lebten zum 20. Dezember 750 Asylbewerber im Landkreis, so Sozialdezernent Reiner Kaminski.
Wie viele Asylbewerber in welche Kommune kommen, will er nicht sagen, damit die Kommunen nicht untereinander verglichen werden. "Wir haben auch bewusst keine Quote gewählt und versuchen, die Asylbewerber möglichst einheitlich zu verteilen", so Kaminski. In einigen Kommunen würden dennoch mehr, in anderen weniger untergebracht. Neue Asylbewerberheime werden zum Beispiel in Stelle und Hanstedt gebaut, Container-Anlagen in Winsen und Buchholz.
Wie berichtet, haben sich die Pläne, ein Altenheim in Appel (Samtgemeinde Hollenstedt) für rund 50 Asylbewerber zu nutzen, zerschlagen, nachdem der Gemeinderat die Aufstellung eines Bebauungsplans für den Dorfkern und eine Veränderungssperre beschlossen hat. Der Landkreis habe daher seine Verhandlungen mit dem Haus-Eigentümer eingestellt, so Kaminski. Derzeit laufen noch Gespräche mit dem Inhaber des "Deutschen Hauses" in Appel, Carsten Fock, der zehn Plätze in Aussicht stellt.
Beispielsweise in der großen Samtgemeinde Tostedt habe der Landkreis kein passendes Objekt für eine Asylbewerberunterkunft gefunden. Die zwischenzeitlich ins Gespräch gebrachte, frühere DRK-Kleiderkammer am Glüsinger Weg sei aufgrund des Zustandes des Gebäudes ungeeignet.
Wenn es baurechtlich zulässig sei, könne der Landkreis auch das Aufstellen von Containern auf bestimmten Grundstücken vorschlagen. Im Baugenehmigungsverfahren werde dann die jeweilige Kommune beteiligt.
Ansonsten sei der Landkreis auf angebotene Gebäude oder Grundstücke angewiesen. Diese würden auf ihre Eignung als Asylbewerberunterkunft geprüft und Gespräche mit den jeweiligen Bürgermeistern geführt. Bei den auszuhandelnden, drei- bis fünfjährigen Mietverträgen will der Landkreis aber auch wirtschaftlich arbeiten und nicht für überhöhte Forderungen zahlen.
Aufgrund der jüngsten Berichterstattung im WOCHENBLATT hätten sich fünf Privatpersonen gemeldet, die Grundstücke angeboten hätten. "Wir suchen aber weiter", so Kaminski.
• Wer Wohnraum zur Anmietung oder Grundstücke zur Verfügung stellen möchte, meldet sich unter Tel. 0 41 71 - 69 34 23 beim Landkreis.