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Landkreis Harburg weist Schutzgebiete neu aus

Das Naturschutzgebiet „Großes Moor bei Wistedt“ umfasst das FFH-Gebiet „Großes Moor bei Wistedt“ und Teile des EU-Vogelschutzgebietes „Moore bei Sittensen“ (Foto: Landkreis Harburg)
(bim). Der Landkreis Harburg bereitet derzeit die Neuausweisung der bestehenden Naturschutzgebiete (NSG) „Kauers Wittmoor“ und „Großes Moor bei Wistedt“ vor. Diese Neuausweisungen - eine Anpassung der Schutzgebietsverordnungen - sind laut Landkreis erforderlich, damit beide Natura 2000-Gebiete den Vorgaben der europäischen „Fauna-Flora-Habitat (FFH)“-Richtlinie entsprechen. Dabei werden die Öffentlichkeit und die Behörden beteiligt:
Dazu liegen die Verordnungsentwürfe, Begründungen und Karten von Dienstag, 2. Januar, bis einschließlich Freitag, 2. Februar 2018, bei der Samtgemeinde Tostedt (Fachbereich Bauen und Planung, Zimmer 414 – 1. OG, Schützenstraße 24) und in der Kreisverwaltung (Abteilung Naturschutz / Landschaftspflege, Gebäude B, Zimmer 309, Schlossplatz 6, Winsen) aus und können während der Öffnungszeiten eingesehen werden. Außerdem stehen die Unterlagen unter www.landkreis-harburg.de/nsgkauerswittmoor bzw. www.landkreis-harburg.de/nsggrossesmoor zum Download zur Verfügung.
Anregungen und Bedenken zur Neuausweisung beider Gebiete können vor Ort schriftlich oder zur Niederschrift abgegeben oder per E-Mail an naturschutzgebiete@lkharburg.de geschickt werden.
• Das NSG „Kauers Wittmoor“ bleibt vom Gebietszuschnitt her nahezu unverändert. Der Name des NSGs „Großes Moor bei Wistedt“ ändert sich zu „Großes Moor und Aueniederung bei Wistedt“. Außerdem werden dem Gebiet öffentliche- und Stiftungsflächen hinzugefügt.
Das „Kauers Wittmoor“ erstreckt sich südlich Wistedts in Richtung der Osteniederung. Dort haben sich im Bereich von nährstoffarmem Sickerwasser Moorvegetationsbestände mit Moorheide, Gagel- und Weidengebüschen sowie Bruchwäldern entwickelt. Die grundwasserfernen Bereiche werden kleinflächig von Heide geprägt. In den nördlichen Randbereichen hat sich Eichenmischwald entwickelt. Das Gebiet ist wertvoll für den Naturschutz und bereits seit 1984 NSG.
• Das bestehende NSG „Großes Moor bei Wistedt“ umfasst das FFH-Gebiet „Großes Moor bei Wistedt“ und Teile des EU-Vogelschutzgebietes „Moore bei Sittensen“. Das „Große Moor“ westlich von Wistedt ist seit 1976 Naturschutzgebiet und ein Brutplatz des Kranichs. Das künftig 211 Hektar große „neue“ NSG „Großes Moor und Aueniederung bei Wistedt“ bildet ein teilentwässertes Hochmoor. Umgeben von Moorwaldbeständen befinden sich vor allem im zentralen Teil wiedervernässte Handtorfstiche, die seltenen Brut- und Gastvogelarten einen Lebensraum bieten. Nördlich des ursprünglichen NSGs fließt die „Aue“. Ihre Niederung ist geprägt von extensivem Feuchtgrünland, kleinteiligen Übergängen zu Wald und zu Gehölzen. Nordwestlich des bestehenden Schutzgebiets befinden sich größere Grünlandbereiche, naturnahe Wälder und eine ehemalige Sandgrube, die eine besondere Bedeutung für Arten der Trockenlebensräume hat.