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Lebendige Willkommenskultur in Tostedt

Das Flüchtlingscafé in Tostedt ist jeden Samstag gut besucht (Foto: Gerald Meier)
bim. Tostedt. In Tostedt werden die Flüchtlinge herzlich willkommen geheißen. Viele Freiwillige und Vereine bringen sich ein, um ihnen das Leben in ihrer neuen Heimat zu erleichtern.
So hatte kürzlich der Todtglüsinger Sportverein (TSV) zum Grillnachmittag in seinen Clubraum eingeladen. Die Mitglieder, Integrationslotsen und Freunde des TSV stehen den Flüchtlingen als Ansprechpartner für alle Probleme zur Verfügung. Die Asylbewerber bringen sich ihrerseits mit Arbeitseinsätzen auf den Sportanlagen ein. "Sie helfen mit, die Tennisplätze sauber zu halten. Täglich kommen zehn Leute und arbeiten mit. Bis jetzt haben sie schon ganz viel für den TSV erledigt", lobte TSV-Vize Eike Holtzhauer, der den Grill- und Spielenachmittag zum festen Bestandteil machen will.
Christliche Werte und deutsche Kultur erlebbar machen möchte die Flüchtlingshilfe Tostedt, die am zweiten Weihnachtsfeiertag eine Begegnung mit den Flüchtlingen plant. Jeden Samstag findet im Flüchtlingscafé bereits ein reger Austausch zwischen den Asylbewerbern und vielen Tostedtern statt. "Aber Weihnachten ist nicht nur für uns in Deutschland ein besonderer Anlass zum Treffen mit Freunden und Familie, egal ob jemand christlich geprägt ist oder nicht. Mit einer kleinen Feier zu Weihnachten und einem kulturellen Programm wollen wir den Flüchtlingen nahebringen, wie wir in Deutschland Weihnachten begehen. Das ist auch eine Form von Integration“, so Anja Kämpker, eine der ehrenamtlichen Helferinnen.
Pastor Gerald Meier unterstützt dieses Weihnachtstreffen ebenso: „Fast alle Flüchtlinge sind ohne ihre Familien nach Tostedt gekommen. Ihre Frauen und Kinder befinden sich häufig noch auf der Flucht bzw. in den Flüchtlingslagern an den Grenzen zwischen der Türkei und Syrien, mitunter sind sogar nahe Verwandte auf der Flucht gestorben", erklärt er. Traumatische Erlebnisse und Heimweh würden den Betroffenen vor allem an Feiertagen wie Weihnachten besonders zu schaffen machen.