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Lebensraum für den Steinschmätzer geschaffen

Der spatzengroße Steinschmätzer ist vom Aussterben bedroht (Foto: Olaf Krause)
bim. Tostedt. Er ist so groß wie ein Spatz, ähnelt vom Aussehen her dem Raubwürger und ist vom Aussterben bedroht: der Steinschmätzer. In Niedersachsen leben nur noch 400 Brutpaare des seltenen Vogels. Die Naturschutzabteilung des Landkreises Harburg sorgte nun gemeinsam mit dem Arbeitskreis Naturschutz (AKN) Tostedt und der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) auf einer 28 Hektar großen Fläche bei Otter (Samtgemeinde Tostedt) für ideale Lebensbedingungen für den Steinschmätzer.
Der Vogel liebt in der Landschaft verteilte Findlingshaufen, die ihm als Sitzwarte dienen und von denen aus er nach seiner Beute wie Käfern und Schmetterlingsraupen Ausschau hält. Außerdem nutzt er die Steinhaufen mit ihren Nischen und Spalten als Niststätte.
Mit einem Radlader schütteten die Naturfreunde 160 Tonnen Findlinge zu 17 verschieden großen Steinhaufen auf. Naturschutzabteilung, AKN und NLG hoffen nun, dass Steinschmätzer das neue Biotop nach ihrer Rückkehr aus ihren Winterquartieren in Nordafrika als Brutgebiet wählen und die mit rund 15.000 Euro Landesmitteln geförderte Naturschutzmaßnahme damit Früchte trägt.