Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Löwenstarker Lenn Leevi / Einjähriger braucht dringendeine Esstherapie

Lenn Leevi ist trotz der vielen Krankenhausaufenthalte und Operationen ein fröhlicher Junge. Heutigen Samstag feiert er seinen ersten Geburtstag
bim. Tostedt. Als Sarah und Christian Tiedemann (beide 29) den Namen für ihren jüngsten Sohn auswählten, wussten sie nicht, wie treffend der sein würde: Lenn Leevi. Lenn heißt „der Löwenstarke“, Leevi „mein Herz“. Der Junge wurde mit einem komplizierten Herzfehler geboren. Doch der kleine Mann, der heute seinen ersten Geburtstag feiert, kämpft wahrlich wie ein Löwe, ist trotz allem ein aufgewecktes fröhliches Kind. Als die Krankenkasse jetzt die Kostenübernahme für eine nötige ambulante Esstherapie ablehnte, bat Sarah Tiedemann verzweifelt in ihrem Blog www.meinloewenherz.de und in sozialen Netzwerken um Hilfe - und erhielt enorme Resonanz: Binnen einer Woche sind über 7.000 Euro zusammengekommen, sodass die Finanzierung der 8.000 Euro teuren Esstherapie bald gesichert sein dürfte. „Wir können gar nicht oft genug Danke sagen, so überwältigt sind wir“, erklären Sarah und Christian Tiedemann.
Lenn Leevi kam sofort nach der Geburt auf die Intensivstaton, verbrachte die ersten vier Monate und seither viele Wochen seines jungen Lebens im Universitäts-Klinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). „Sein Herz schaffte es nicht, den Darm zu durchbluten. Mit drei Wochen wurde ihm der Dickdarm entfernt“, erklärt Sarah Tiedemann.
Lenn hat viel durchgemacht: Er bekam zwei Herzkatheter, hatte zwei Herzoperationen und zwei Darmoperationen, erlitt ein Nierenversagen, einige Virusinfekte und musste auch schon reanimiert werden. „Wir haben häufig um sein Leben bangen müssen“, so die Eltern. „Das Krankenhaus ist leider unser zweites Zuhause. Wir waren nie länger als vier Wochen am Stück zu Hause“, berichtet Sarah Tiedemann, die selbst Kinderkrankenschwester ist. Die Familie war häufig getrennt: Wenn sie mit Lenn in der Klinik war, kümmerte sich ihr Mann um Lenns großen Bruder Luuk (3).
Seit der Geburt wird Lenn über eine Magensonde ernährt. Durch seine belastenden Erfahrungen, u.a. die künstliche Beatmung, hat Lenn eine posttraumatische Fütterstörung entwickelt. Er hat nicht gelernt, zu essen und zu trinken und lehnt jegliche Nahrung ab, obwohl seine Eltern ihm täglich Brei anbieten. „Wir haben die Möglichkeit, eine sieben- bis zehntägige intensive Esstherapie im häuslichen Umfeld inklusive sechsmonatiger Nachbetreuung durfchzuführen. Das kostet 8.000 Euro“, erläutert Sarah Tiedemann.
Die Finanzierung lehnt die Krankenkasse allerdings ab, setzt stattdessen auf eine teurere stationäre Esstherapie und Sondenentwöhnung, die einen erneuten vier- bis sechswöchigen Krankenhaus bedeuten würde, der allein aufgrund der Infektionsgefahr für Lenn ausscheidet. Außerdem beträgt die Wartezeit auf einen Therapieplatz neun Monate.
Doch dank der großartigen Spendenbereitschaft vieler mitfühlender Menschen kann Lenn nun bald seine ambulante Therapie antreten.
• Auch die Bäckerei Weiss unterstützt die Familie bei der Finanzierung der Esstherapie: Der komplette Erlös von jedem bis zum 4. Juli in allen Bäcker Weiss-Filialen verkauften Löwenbrötchen kommt Lenn Leevis Therapie zugute.