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Mit dem Polo zum Mond

Thomas Ammann ist mit seinem robusten Polo quasi bis zum Mond gefahren. Der Tachostand des Polos beweist: Der Wagen hat 384.400 Kilometer zurückgelegt (kl. Foto) (Foto: bim / Fotomontage: MSR)
bim. Drestedt. Seit Monaten kommt VW wegen des Abgasskandals nicht aus den Negativ-Schlagzeilen. Da flattert dem Autobauer ein Brief ins Haus, der die Qualität der Wolfsburger Karossen unterstreicht: Unter dem Titel "(A) Polo '99 meldet: 'Wolfsburg - wir haben (k)ein Problem...'" berichtet Thomas Ammann (34) aus Drestedt auf humorvolle Weise, dass sein Polo jetzt einmal zum Mond gefahren ist - zumindest, was die Kilometerleistung angeht.
Das Foto liefert den Beweis: 384.400 Kilometer hat der kleine rote Flitzer, Baujahr 1999, auf dem Tacho. "Auch wenn der 1,4 Liter Benzinmotor nach dieser langen Reise immer noch schnurrt wie ein zufriedenes Kätzchen und die Karosserie nach 17 Jahren immer noch zu 99 Prozent rostfrei ist, habe ich meine Zweifel, dass ich damit die 384.400 Kilometer wieder zurück zur Erde komme. Der TÜV ist gerade neu, aber in den zwei Jahren schaffe ich es vermutlich nicht mehr ganz zurück. Daher die Bitte, uns ein entsprechend zuverlässiges, sparsames und langlebiges Fahrzeug zukommen zu lassen! Wir würden auch eine etwas einfachere Variante nehmen wie z.B. einen Skoda-Fabia Diesel oder ähnliches. Hauptsache Technik aus dem Hause VW", schreibt Ammann, der den Familienwagen seit der Oberstufe fährt und im Bekanntenkreis für diesen kleinen "Käfer 2.0" bewundert wird.
Der Drestedter spricht den Ingenieuren und Konstrukteuren ein großes Lob aus und bescheinigt ihnen gute Arbeit. "Dieser Polo hatte noch nie eine Reparatur über 500 Euro - und das war immerhin eine neue Zylinderkopfdichtung, die auch erst bei 360.000 km fällig war. Allein das ist schon eine Leistung! Nach wie vor fährt (und fährt und fährt) dieses Fahrzeug, das wir im Jahre 2000 als Jahreswagen gekauft haben, mit dem ersten Motor und dem ersten Getriebe. Selbst bei klirrender Kälte oder sengender Hitze tut er exakt wie er soll."
Am Ende wünscht Thomas Ammann: "Vielen herzlichen Dank für die geglückte Mission und allzeit gute Fahrt für Sie und Ihr Unternehmen!"
Aus Wolfsburg hat der 34-Jährige noch keine Antwort bekommen. Dafür aber vom heimischen VW- und Skoda-Autohaus Meyer, in dem man sich sehr über den aufbauenden Brief gefreut hat. Ein neues Auto hat der Drestedter von dort zwar nicht bekommen, aber ein lieb gemeintes Präsent: ein grünes Feuerzeug im Käfer-Design.