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Mit dem „Wohn- und Kulturpark Töste“ wird ein für die Region einzigartiges Projekt realisiert

Burkhard Allwardt auf dem Areal neben der alten Scheune, auf dem das Wohnprojekt realisiert werden soll (Foto: Allwardt)
 
Der Lageplan des „Wohn- und Kulturparks Töste“ (Foto: Architekturbüro Cordes)
bim. Tostedt. Was tun, wenn die eigene Immobilie im Alter zu groß und zur Last wird? Vielerorts gibt es inzwischen Wohnmodelle, bei denen Menschen verschiedener Generationen in einer Wohngemeinschaft zusammenleben und sich gegenseitig unterstützen. Für diese Art WG wirbt auch der frühere Bremer Bürgermeister Henning Scherf landauf, landab. Ein für die Region bisher einzigartiges Projekt möchte Burkhard Allwardt, Vorsitzender der Tostedter Nachhaltigkeitsinitiative „Agenda 21“, mit dem „Wohn- und Kulturpark Töste“ im Herzen Tostedts realisieren.
„Hintergrund ist der demografische Wandel“, sagt Allwardt. Nach einem Vortrag über das Thema Mehrgenerationenwohnen bei EWE schlossen sich er, seine Frau Cornelia und weitere 15 Interessenten im Alter über 60 Jahre zusammen, um das gemeinsame Wohnen zu planen. So soll nahe der B75 hinter der Sparkasse ein zweieinhalbgeschossiges Haus mit 15 Eigentumswohnungen mit Größen zwischen 60 und 90 Quadratmetern entstehen. Bis auf drei seien alle Wohnungen bereits verkauft. „Die Eigentümer können die Innenräume nach eigenen Ideen gestalten. Im Verbindungsgang wird es ein Treppenhaus und einen Fahrstuhl geben. Alle Wohnungen können einen Carport erhalten“, erläutert Allwardt.
Da Burkhard Allwardt als Agenda-Vorsitzendem auch der Klimaschutz am Herzen liegt, soll das Gebäude ein Energieeffizienzhaus werden, das Interessierte später besichtigen können. „Mit Stromspeicher, Photovoltaik-Anlage, Solarthermie und Wärmerückgewinnung wollen wir die eigene Strom- und Energieversorgung sicherstellen“, so Allwardt.
Zusätzlich will er nebenan eine 3.600 Quadratmeter große Fläche pachten, auf der ein für die Öffentlichkeit zugänglicher Kulturpark entstehen soll. „Dort soll es eine dauerhafte Ausstellung mit alten landwirtschaftlichen Geräten geben. Regionale Künstler werden dort die Möglichkeit erhalten, ihre Skulpturen zu präsentieren.“ Außerdem werde ein Park entstehen mit alten Grabsteinen, die sonst zerstört würden.
Burkhard Allwardt musste aber auch schon Kritik an seinem Vorhaben hinnehmen, da er sich damals in seiner Funktion als Ratsmitglied mit gegen den Bau der Kindertagesstätte in der Dieckhofstraße ausgesprochen hatte, und nun fast nebenan das Wohnprojekt plant. „Die Fläche ist seit 2010 als Bauland ausgewiesen. Als sie vor etwa zwei, drei Jahren über einen Sparkassenaushang zum Verkauf stand, hatte ich beantragt, die Gemeinde solle das Vorkaufsrecht wahrnehmen, was aufgrund der Finanzlage abgelehnt wurde. Außerdem halten wir uns zu hundert Prozent an den Bebauungsplan 32, in dem steht, wie das Gebäude auszusehen hat“, betont Allwardt.
Außer der Planung ist aber noch nichts „in trockenen Tüchern“. Das Grundstück ist noch nicht erworben. Für dessen Kauf wollen die Beteiligten im September eine GbR gründen. Ebenfalls im Herbst soll der Bauantrag gestellt werden. Mit dem Baubeginn rechnet Burkhard Allwardt im kommenden Jahr.
Eine über 100 Jahre alte Scheune auf dem Areal muss dann weichen. „Wir würden sie aber gegen Abholung verschenken“, so Allwardt.
• Am 23. September um 19 Uhr werden Burkhard Allwardt und Diplom-Ingenieur Jochen Cordes die Vorteile des Projekts in dem Vortrag „Modernes Wohnen für Generationen“ im EWE-Kundencenter in Tostedt vorstellen.