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Mit der neuen Drehleiter wurde in Tostedt ein faszinierendes Fahrzeug in Dienst gestellt

  bim. Tostedt. Feierlich wurde jetzt das "neueste Mitglied der Fahrzeugfamilie" der Freiwilligen Feuerwehr der Samtgemeinde Tostedt begrüßt: die neue Drehleiter, ein faszinierendes Fahrzeug mit vielen nützlichen Funktionen. Im Beisein von Feuerwehrmitgliedern jeden Alters und einiger Ratsmitglieder übergab Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam den Schlüssel an Gemeindebrandmeister Joachim Vobienke.
Dörsam hatte bei dem Thema ein Déja vu: "Als ich 1991 erstmals in den Samtgemeinderat kam, war eine der ersten Maßnahmen die Anschaffung einer Drehleiter für 650.000 D-Mark. Als ich 2014 zum Samtgemeinde-Bürgermeister gewählt wurde, stand wieder die Anschaffung einer Drehleiter auf der Agenda - diesmal für 650.000 Euro", berichtete er. Obwohl er mit dem Ziel des Schuldenabbaus angetreten war, stand für ihn diese Neuanschaffung außer Frage. "Das ist ein Fahrzeug, das wir unbedingt brauchen", so Dörsam. Zumal die 1992 angeschaffte Drehleiter im vergangenen Jahr nicht mehr einsetzbar war, einige elektronische Verschleißteile nicht einmal mehr hergestellt wurden (das WOCHENBLATT berichtete). Daher wurde zwischenzeitlich auf eine Leih-Drehleiter zurückgegriffen.
Wie damals hatte die Samtgemeinde aber Glück und konnte Geld sparen: Anfang der 1990er konnte die Drehleiter, die ursprünglich nach Belgien geliefert werden sollte, dank einer Hermesbürgschaft für 535.000 D-Mark erworben werden. Diesmal war es möglich, über die Ausschreibung ein Vorführfahrzeug für 540.000 Euro anzuschaffen mit einer Ausstattung, die sonst nicht für den Betrag zu bekommen gewesen wäre.
Die neue Drehleiter hat statt bisher 25 Metern eine Steighöhe von 31 Metern und statt der bisherigen 180 Kilogramm-Korblast nun 400 Kilogramm, sodass ein Patient, ein Feuerwehrmann und ein Rettungssanitäter reinpassen.
Auch Gemeindebrandmeister Joachim Vobienke nutzte die Feierstunde für einen Rückblick - und zwar auf die Anfänge des heute bewährten Feuerschutzkonzeptes im Jahr 1976. Dieses Konzept ermöglicht bis heute, dass Rat, Verwaltung und das Samtgemeinde-Kommando alle technischen und rechtlichen Änderungen im Auge behalten und darauf mit wichtigen Neuanschaffungen reagieren. Und damit die Arbeit der ehrenamtlichen Brandschützer unterstützen, die an 365 Tagen im Jahr und 24 Stunden am Tag für die Sicherheit der Bevölkerung bereitstehen. "Ich bin stolz und zufrieden, dass viele Jahre der Zusammenarbeit zu einem intensiven Vertrauensverhältnis geführt haben. Das ist ein Verdienst aller Beteiligten", so Vobienke. Er übergab den Schlüssel an Ortsbrandmeister Lars Kretschmer, der ihn wiederum Gerätewart André Mohrmann anvertraute.

Technische Daten

- Einsatzhöhe: 32 Meter
- Vier-Personen-Korb mit einer Korbbelastung bis zu 400 kg
- In den Korb integriert ist ein fest eingebauter Wasserwerfer mit einer Leistung von bis zu 2500 Litern pro Minute
- Krankentragenlagerung bis zu 270 kg (für Patientenrettung bei der Unterstützung des Rettungsdienstes
- "Safety Peak" (dient zur Absturzsicherung bis 300 kg)
- ausgestattet mit Schachtrettungsfunktion, Leiterauflagensteuerung und einer Last-Öse für den Lastentransport oder die Rettung übergewichtiger Personen
- Fahrzeug kann im großen Kranbetrieb Belastungen bis zu 4.000 Kilo aufnehmen
- Besonderheit: Als zweite Drehleiter im Landkreis Harburg hat sie einen Gelenkarm, der über eine Länge von 5,70 m verfügt und weitere Ausrüstungsgegenstände.