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Mit einem PS und "Heu-Antrieb": Mit Rückepferd "Vigo" umweltfreundlich den Wald bewirtschaften

"Vigo" zieht Holzstämme verschiedener Stärken und Längen aus dem Wald
bim. Kakensorf. Der Siebenjährige hat echte Power und Lust, zu arbeiten: Das süddeutsche Kaltblutpferd "Vigo" wird von seinen Haltern Christiane und Thomas Meyer aus Kakenstorf gerade zum Rückepferd ausgebildet. Mit einem PS, "Heu-Antrieb" sowie vergleichsweise "federleichten" 800 Kilogramm ist er die umweltfreundliche Alternative zu schweren Maschinen, die im Waldboden - häufig zum Ärger von Naherholungssuchenden - tiefe Furchen hinterlassen.
"Die Arbeit mit dem Rückepferd ist ein Beispiel dafür, wie bodenschonend und naturverträglich eine Forstmaßnahme sein kann", sagt Thomas Meyer. Gemeinsam mit seiner Frau Christiane und dem befreundeten Förster Javier Castrillon aus Hamburg sowie in Abstimmung mit Revierförsterin Nicola Matthies hatte er im familieneigenen, ein Hektar großen Privatwald bei Kakenstorf einige Bäume entnommen, damit die anderen Bäume mehr Licht, Luft und Wasser sowie Raum zum Wachsen haben. "Was entnommen wurde, waren sogenannte Querschläger, trockene Bäume und Fichten mit Rotfäule", so Meyer.
Zunächst mit leichten Baumstämmen, später mit etwas schwereren wurde "Vigo" nach und nach an das Rücken - das Ziehen der Stämme aus dem Wald zum Weg - herangeführt. "Wenn ein Stamm zunächst zu schwer ist, hält er inne und fragt so auf seine Weise nach, ob er weiter ziehen soll oder nicht", erläuterte Thomas Meyer. "Mit seinen sieben Jahren ist 'Vigo' sozusagen ein Jugendlicher. Er ist sehr lernfähig", erklärte er. Wie ein Rückepferd geführt wird, hatten Christiane und Thomas Meyer im vergangenen Jahr bei einem Holzrücke-Kursus in der Uckermark erlernt. Das Kaltblut, das als Reitpferd ausgebildet ist und auch das Ziehen von Kutschen und Wagen kennt, hatte ganz offensichtlichen Spaß an der Herausforderung. War ein Stamm einmal in die Forstkette gehängt, gab es für "Vigo" kein Halten mehr.