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Nachbarn in Tostedt treffen über das Portal nebenan.de

Monika Kobs suchte nach einer Möglichkeit, Kontakte zum Austauschen zu knüpfen
bim. Tostedt. Wie lerne ich Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung besser kennen, um mich mit ihnen auszutauschen und regelmäßig oder spontan zu verabreden? Das fragte sich Monika Kobs aus Tostedt. Die Tochter einer Freundin riet ihr, auf "nebenan.de" Kontakte zu knüpfen. Doch für Tostedt gab es dieses Nachbarschaftsportal noch nicht. Also nahm Monika Kobs es selbst in die Hand und gründete eine eigene "Nebenan-Gruppe" für Tostedt, die sich an Nachbarn in einem Umkreis von fünf Kilometern wendet. Derzeit sind dort bereits 148 Nachbarn aktiv.
Die 58-Jährige zog vor neun Jahren von Harburg nach Tostedt. Bis ihre Tochter auszog, war ihr nicht bewusst, dass ihr persönliche Kontakte fehlen. "Ich habe Anschluss gesucht und unternahm bei einigen Tostedter Vereinen Anläufe zum Kartenspielen, Singen, Handarbeiten und Radfahren. Aber es ist schwierig, als Neuling in bestehende Gruppen integriert zu werden oder als Single in bestehende Pärchen-Cliquen", so Monika Kobs Erfahrung.
In der "Nebenan-Gruppe" besteht nun die Möglichkeit, sich mit teilnehmenden Nachbarn auszutauschen und sich zu verabreden. "Es ist gedacht zum Austausch und gegen Vereinsamung. Etwa so, wie man früher im Treppenhaus geklönt hat. Man kann bei nebenan.de gezielt Leute anschreiben oder etwas in die Community posten, zum Beispiel Veranstaltungshinweise", erläutert Monika Kobs. Sie hat bisher eine Radfahrgruppe ins Leben gerufen und im Sommer zu einem Picknick ins Freibad eingeladen.
Eine, die begeistert von der Initiative ist, ist Karin Rogge-Wokittel. Sie ist u.a. Grünen-Ratsfrau und aktive Schach-Abteilungsleiterin beim MTV. "Ich kenne zwar viele Leute, aber niemanden, mit dem ich mich mal spontan freundschaftlich und dauerhaft zu Unternehmungen verabreden kann, auch mal tagsüber", sagt sie.
"Jeder hat etwas, das er mag oder gut kann. Alle Tostedter sind eingeladen, sich mit ihren Ideen einzubringen oder Gleichgesinnte zu finden", so Monika Kobs.
Tostedter, die mitmachen und sich mit ihren Nachbarn vernetzen wollen, melden sich an unter www.nebenan.de/einladung/tostedt - entweder online oder über die entsprechende App. Die Nutzung ist kostenlos. Eingegeben werden muss der Name und ein eigenes Passwort. Außerdem muss sich der Teilnehmer über den Personalausweis oder ein amtliches Schriftstück mit Adresse ausweisen. So soll gewährleistet werden, dass nur "echte" Menschen mitmachen und nicht anonym oder unter Pseudonym gepostet wird.