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„Nicht aufgeben, kämpfen!“

Gehbehinderter kämpfte um Reha-Maßnahme und bekommt nun Behandlung

bim. Tostedt. „Ich möchte anderen Mut machen, nicht aufzugeben, wenn ihnen eine wichtige Behandlung verwehrt wird“, sagt Hans-Helmut Krüger (75) aus Tostedt. Der schwerkranke und gehbehinderte Mann kämpfte fast eineinhalb Jahre um eine Reha-Maßnahme, die ihm seine Rentenversicherung verweigerte. Vor dem Sozialgericht Lüneburg und nach der Untersuchung durch einen Amtsarzt hatte er nun Erfolg „Ich freue mich. Jetzt wird mir geholfen“, sagt er.
Bei Hans-Helmut Krüger wurden im Jahr 2004 zwei Tumore im Darm diagnostiziert. Sein Dickdarm wurde entfernt. Danach stellten sich bei ihm Bewegungsstörungen (Ataxie) ein. Eine vierwöchige Kur brachte Linderung. Auch 2005 und 2006 bewilligte ihm die für ihn damals zuständige Seekasse jeweils vierwöchige Kuren.
2010 dann ein weiterer Schicksalsschlag für Hans-Helmut Krüger: Nachdem der Krebs auch die Blasenwände angegriffen hatte, mussten Blase und Prostata entfernt werden. Der Tostedter verlor dramatisch an Gewicht und hatte zwischenzeitlich nicht mehr die Kraft, aufzustehen. „In der Klinik riet man mir, eine Reha-Maßnahme zu beantragen“, so Krüger. Das tat er auch. Erst nach drei Monaten habe er einen Brief erhalten, in dem die Reha-Maßnahme abgelehnt wurde. Auf seinen Widerspruch hin riet man ihm, seine Forderung vor dem Sozialgericht einzuklagen. Nach mehr als einem Jahr hatte der Tostedter dort nun einen Termin.
Nach der Verhandlung ist Krüger zufrieden und sieht sich in seinem Kampfgeist bestätigt: „Jetzt werden Behandlungsmaßnahmen ergriffen, die Sinn machen und mich auf eine spätere Reha vorbereiten. Sie werden von der Krankenkasse getragen“, freut sich Krüger.