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Oldtimertreffen in Tostedt war ein Mega-Erfolg / Auch ein Clenet, der einst Clint Eastwood gehörte, konnte bestaunt werden

Veranstalter Peter Radtke (re.) mit den Gästen (v. li.): Sängerin Emelie, Dragster-Sammler Holger Steinmann, Speedway-Ikone Egon Müller und Motorradrennfahrer Philipp Freitag
  bim. Tostedt. "Ich bin sprachlos, mit so vielen Besuchern habe ich nicht gerechnet", erklärte ein wahrlich überraschter Peter Radtke. Ein schöneres Geschenk hätte man dem Organisator des beliebten Tostedter Oldtimer- und Youngtimertreffens, der am Sonntag seinen 47. Geburtstag feierte, nicht machen können. Neben unzähligen Besuchern war offenbar alles, was zwei, drei und vier Räder und viele Jahre auf der Karosse hat, aus ganz Norddeutschland zum Schwarzen Weg nach Tostedt gekommen. Über 800 Pkw, Motorräder, Lkw und Trecker älterer Baujahre waren zu bestaunen. Das machte die im Vorjahr ins Wasser gefallene Veranstaltung wieder wett.
Mit rund 20 Helfern hatte Peter Radtke wieder ein Highlight - nicht nur für Oldtimer-Freunde aus der Region - auf die Beine gestellt. "Von der Luxus-Karosse bis zum Brot- und Butter-Auto ist hier alles vertreten", freute er sich.
Ältestes Fahrzeug war ein Mercedes simplex, Baujahr 1919. Zu bestaunen war neben Buick, Pontiac und Mustang zum Beispiel auch ein "Clenet". Von dem gezeigten Modell, Baujahr 1979, wurden weltweit nur ca. 250 Stück gebaut. "Der Wagen ist für den Schauspieler Clint Eastwood produziert worden", berichtet dessen jetziger Besitzer Andreas Lange aus Sittensen, der das Schmuckstück mit der "Flying Lady" als Kühlerfigur 1998 aus den USA überführte.
Eine weitere Rarität: ein Mercedes mit Heckmotor, Modell 130/H, Baujahr 1934 mit 26 PS und 1.300 ccm aus Delmenhorst. "In den 1930-er Jahren sollte ein Volkswagen gebaut werden. Das ist das erste Modell, das Ferdinand Porsche damals für Mercedes entwarf, bevor er den Käfer entwickelte", weiß Peter Radtke. Auch von den sogenannten Schwimm-Autos, den Amphicars, von denen es in Deutschland nur noch eine Handvoll gibt, waren drei in Tostedt zu bewundern.
Holger Steinmann, der fünf Dragster sein Eigen nennt, hatte Probleme mit dem Hänger und kam diesmal statt mit den Rennwagen mit einem großen, roten, 8,5 Tonnen schweren Freightliner - einem US-Truck, Baujahr 2004, mit 560 PS und zwölf Liter Hubraum - allerdings nur am Samstag, da auch für US-Trucks das sonntägliche Lkw-Fahrverbot gilt. Am Sonntag war Holger Steinmann in Begleitung seiner Frau Jacqueline und einem F250 Ford Pickup, Baujahr 1971, in Tostedt. Und wo lässt der Sammler seine 14 Sammler-Fahrzeuge? "Wir haben einen Resthof für Pferde und Fahrzeuge", so Holger Steinmann. "Einen Stall für die Pferde und zwei Hallen für die Fahrzeuge", stellte Jacqueline Steinmann augenzwinkernd klar.
In den Interviews der Speedway-Ikone Egon Müller erfuhren die Besucher Wissenswertes über einige der präsentierten Fahrzeuge sowie die ein oder andere Anekdote. Etwa die, wie Peter Radtke ihn das erste Mal 2009 zum Tostedter Oldtimertreffen lockte. "Er hat mir ein riesiges Steak versprochen", so Egon Müller. "Aber als wir an dem Stand waren, gab es keine Steaks mehr. Ich komme trotzdem immer wieder gerne her. So lange du mich brauchst, Peter, bin ich für dich da", sagte Müller. Er hatte auch die aufstrebende junge Singer-/Songwriterin Emelie Müller (17) mitgebracht, die eigene und gecoverte Stücke mit Gesang und Akustik-Gitarre zum Besten gab.