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Opferhilfsorganisation "Weisser Ring" warnt vor K.O.-Tropfen

(bim). Schwindel, Übelkeit, Schläfrigkeit und Hilflosigkeit - so wirken sich K.O.-Tropfen aus. In der jetzigen Karnevalszeit und gerade mit Blick auf Rosenmontag mahnt die Opferhilfsorganisation "Weisser Ring" zur Vorsicht. „Oft bedienen sich Täter der lockeren Party-Atmosphäre und der damit verbundenen
alkoholbedingten Enthemmung, um ausgemachten Opfern K.O.-Tropfen ins Getränk zu mischen und sie willenlos zu machen“, warnt Bianca Biwer, Bundesgeschäftsführerin des "Weissen Rings". Danach sei es ein Leichtes, die Opfer auszurauben oder sie zu vergewaltigen.
Die Wirkung von K.O.-Tropfen zeige sich oft bereits zehn bis 20 Minuten. Neben den genannten sind Willenlosigkeit, das Verharren in einem Dämmerzustand oder auch Bewusstlosigkeit weitere Folgen. Häufig hat das Opfer von Beginn der Wirkung der Tropfen bis zum Nachlassen keinerlei Erinnerung mehr an Geschehenes.
Die Bundesgeschäftsführerin rät, im Party-Trubel das eigene Getränk nie aus den Augen zu verlieren und es gegebenenfalls unausgetrunken stehen zu lassen. Auch sollten keine offenen Getränke von Unbekannten angenommen werden. Wer beim Feiern plötzlich ein Gefühl von Schwindel und Übelkeit bemerkt, sollte sich Hilfe holen und sich an Freunde oder das Personal wenden. Es sollte nicht gezögert werden, die Party, den Club oder auch die feiernde Menschenmenge sofort zu verlassen – am besten gemeinsam mit Vertrauenspersonen. Besteht konkreter Verdacht, Opfer von K.O.-Tropfen geworden zu sein, sollte unbedingt ein Arzt oder die Ambulanz eines Krankenhauses angesteuert werden.
Kommt es auf schnelle Hilfe an, ist es im Zweifel auch immer gut, die Notrufnummern 110 oder 112 parat zu haben. Unterstützung bietet auch das bundesweite und
kostenlose Opfer-Telefon des "Weissen Rings" unter Tel. 116 006.