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Pastorin Maren Kujawa wird Seelsorgerin im Kinderhospiz

Pastorin Maren Kujawa, hier in dem von Männern der Gemeinde gestalteten Johannespark, arbeitet künftig im Kinderhospiz Löwenherz
bim. Tostedt. Für Maren Kujawa (54) beginnt am kommenden Mittwoch ein neuer Lebensabschnitt. Die Pastorin verlässt die Tostedter Johannes-Kirchengemeinde und nimmt am 1. November ihre neue Tätigkeit als Seelsorgerin im Kinder- und Jugendhospiz Löwenherz in Syke bei Bremen auf.
Der Wechsel in diese neue Aufgabe ist für Maren Kujawa privat wie beruflich eine spannende Herausforderung. 23 Jahre lang hat sie mit ihrem Mann, Pastor Gerald Meier, zusammengeabeitet - zunächst von November 1995 an in der ev.-luth. Paulus-Gemeinde Bremerhaven und seit 2002 in Tostedt. "Das können wir gut", sagt die gebürtige Hannoveranerin. Jetzt haben die beiden wie andere Paare an unterschiedlichen Orten ihre Arbeitsplätze. Und Maren Kujawa muss das "Pendeln" erst noch lernen, wie sie zugibt.
"Zum 1. Februar 1999 hatten mein Mann und ich uns gemeinsam auf die Pastorenstelle in Tostedt beworben", erzählt Maren Kujawa. "Unser Sohn Jaro war damals eineinhalb Jahre alt. Dann wurde unsere Tochter Josepha geboren, und ich ging erstmal in Elternzeit." 2002 nahm sie eine halbe Pfarrstelle in der Johannesgemeinde auf.
Dabei gehörten die Zusammenarbeit mit wechselnden Kollegen sowie vielen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern ebenso zum Alltag wie die religionspädagogische Betreuung der evangelischen Kindergärten Im Stocken und in der Breslauerstraße, die langjährige Begleitung des Besuchsdienstkreises, der Treffpunkt Meditation, Konfirmandenunterricht KU-4 und KU-8 und vieles mehr. "Ich erinnere mich gerne zum Beispiel an die zwölf Heiligen Nächte, an die Kinderbibelwochen, an Lichterandachten, und wunderbare Konzerte der Kantorei oder des Posaunenchores in der wunderschönen Johanneskirche. Und natürlich an die vielen Menschen, denen ich bei vielfältigen Gelegenheiten begegnet bin. Ich habe viel gelernt mit und von ihnen, bei Todesfällen, Taufgesprächen und Besuchen", erläutert Maren Kujawa.
In den 18 Jahren in Tostedt sind natürlich auch Beziehungen gewachsen. "Ich habe manche Kinder aufwachsen sehen, meine früheren Konfirmanden verheiratet und deren Kinder getauft", sagt sie dankbar für ihre Zeit in der Johannesgemeinde. "Ich habe hier in der schönen Kirche und der lebendigen Gemeinde gerne gearbeitet. Tostedt ist mir Heimat geworden." Seit vergangenem Jahr ist Maren Kujawa auch Vorsitzende des Herbergsvereins.
Im "Löwenherz" gibt es jeweils acht Plätze für Kinder und Jugendliche sowie Zimmer für Eltern und Geschwister. "In das Hospiz kommen nicht nur sterbende Kinder. Einmal im Jahr können schwerkranke Kinder mit ihren Eltern und Geschwistern 28 Tage im Hospiz verbringen. Die Eltern können dann mal ausschlafen und durchatmen und werden gestärkt. Für die Kinder gibt es ein Ferienprogramm", berichtet Maren Kujawa. "Es herrscht eine ganz liebevolle und familiäre Atmosphäre."
Maren Kujawas Aufgabe als Seelsorgerin ist es u.a., für Familien und Mitarbeiter ansprechbar zu sein und ehrenamtliche Hospizhelfer auszubilden. "Ich bin nicht so sehr als Pfarrerin gefragt, sondern als Frau mit einem offenen Ohr für das, was die Menschen bewegt", erklärt sie.
• Verabschiedet wird Maren Kujawa im Gottesdienst am Sonntag, 5. November, um 10 Uhr durch Superintendent Dirk Jäger. Im Anschluss daran wird zum Empfang ins Gemeindehaus eingeladen.


Zum Werdegang

Geboren in Hannover, arbeitete Maen Kujawa nach dem Abitur ein halbes Jahr lang in einem Kinderheim in Südindien. Anschließend studierte sie Theologie in Bethel (Bielefeld), Münster und Hamburg. Ihre erste Pfarrstelle war in Bremerhaven, seit 1999 arbeitet sie in der Johannesgemeinde in Tostedt. Zusätzlich absolvierte sie eine Ausbildung als Meditationslehrerin und geistlichen Begleiterin. Im vergangenen Jahr ließ sie sich zur Seelsorgerin ausbilden. Neben ihrer Arbeit als Pastorin gibt Maren Kujawa Kurse in Klöstern, Veranstaltungshäusern und Einrichtungen wie in der Akademie Loccum sowie Fortbildungen für Pflegekräfte.