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Rehkitz vor dem Tod durch Mähdrescher bewahrt

Ernst Schiffmann mit einem geretteten Rehkitz (Foto: Schiffmann)
bim. Wohlesbostel. In der sogenannten Setzzeit, also der Zeit, in der Wildtiere ihre Jungen bekommen, müssen Hundehalter in Wald und Flur ihre Vierbeiner an der Leine führen. Aber auch Landwirte sind zu besonderer Vorsicht aufgefordert, wenn sie ihre Flächen mähen wollen. Sonst besteht die Gefahr, dass Rehkitze im Mähdrescher sterben.
Ernst Schiffmann aus Wohlesbostel ist Jäger und weiß, worauf es ankommt. "Schon 24 Stunden vor dem Mähen sollten in der Wiese gelbe Tüten verteilt werden, damit wird das Bild für die Rehe verändert. Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht. Die meisten Kitze liegen an der Waldkante. Von daher sollte die Wiese von innen nach außen gemäht werden, so wird das Wild aus der Wiese gedrückt. Das gelingt aber nicht immer", so Schiffmann. Er rät Landwirten, rechtzeitig vor der Mahd den Jagdpächter zu informieren, damit damit er das Nötige veranlassen kann. "Auch Wärmebild-Drohnen sind eine Maßnahme. Doch das Beste ist, die Flächen zu Fuß abzusuchen, denn der Jäger weiß, wo sich um diese Jahreszeit die Rehe aufhalten und ihre Kitze auf die Welt bringen", sagt Ernst Schiffmann.