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Sie hatte ein Herz für die Schwachen: Margarethe Ziegert ist mit 81 Jahren verstorben

Margarete Ziegert beim SPD-Neujahrsempfang 2011, auf dem ihr Klaus-Dieter Feindt die Willy Brandt-Medaille verliehen hatte
bim. Jesteburg. Jesteburg trauert um eine verdiente Bürgerin und Kommunalpolitikerin: Margarete Ziegert ist verstorben, nur einen Tag nach ihrem 81. Geburtstag. Die ehemalige stellvertretende Bürgermeisterin der Samtgemeinde Jesteburg setzte sich stets für die Schwachen der Gesellschaft ein.
„Ihr roter Faden heißt: Hilfe für andere“ würdigte der damalige Landrat Gedaschko das Engagement von Margarete Ziegert in seiner Laudatio, als er ihr vor zwölf Jahren das Bundesverdienstkreuz verlieh. Er würdigte ihren kommunalpolitischen Sachverstand, ihre Empathie und Integrität.
So war Margarete Ziegert Schöffin beim Landgericht Stade, Mitbegründerin des Fördervereins für das Frauenhaus im Landkreis Harburg, Mitglied in der Bürgerinitiative gegen Ausländerfeindlichkeit, im niedersächsischen Flüchtlingsrat sowie bei der Initiative „Gesicht zeigen“.
Ein großer Schwerpunkt von Margarete Ziegerts Einsatz war die Integration von Zuwanderern - zunächst Anfang der 1990er Jahre und zuletzt als ehrenamtliche Integrationsbeauftragte Jesteburgs. Die Einrichtung und Leitung der Jesteburger Kleiderkammer, die sie 1991 mit initiiert hatte, lag ihr besonders am Herzen.
Neben den vielfältigen ehrenamtlichen Aufgaben war die zweifache Mutter hauptamtliche Mitarbeiterin von Landtags- und Bundestagsabgeordneten, des SPD-Bezirks Hannover und des SPD-Unterbezirks. Auch engagierte sie sich viele Jahre als stellvertretende Bürgermeisterin der Samtgemeinde. Seit 1971 gehörte sie dem SPD-Ortsverein Jesteburg an, war 20 Jahre lang Fraktionsvorsitzende, 30 Jahre Ratsmitglied und langjährige Vorsitzende der AG 60plus. „Die AG 60plus hat Margarete Ziegert mit aufgebaut und immer ein sehr erfolgreiches Programm für die Senioren aufgestellt“, sagt Klaus-Dieter Feindt, der frühere SPD-Unterbezirksvorsitzende im Landkreis Harburg, der die engagierte Jesteburgerin jahrzehntelang kannte. Beim SPD-Neujahrsempfang 2011 überreichte er ihr die Willy Brandt-Medaille. „Sie hat die die Werte der Sozialdemokratie offensiv vertreten. Ihr Tod ist ein Verlust“, so Feindt.
„Margarete Ziegert war mit ihrer Initiativkraft Vorbild für andere; auf ihre Wirkung konnte sie stolz sein. Wir werden Ihr Andenken stets mit großem Respekt in Ehren halten“, schreibt die Jesteburger SPD auf ihrer Homepage.
Margarete Ziegert hinterlässt zwei erwachsene Kinder und einen Mann.