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Straßenbauamt plant nun doch eine Behelfsumfahrung über die B3

Der Verkehr über die B3-Bahnbrücke wird seit zwei Jahren einspurig geführt. Seit Dezember dürfen Lkw über 24 Tonnen die Brücke nicht mehr nutzen
bim. Sprötze/Tostedt. Es geht also doch: Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg wird nun doch die aus Tostedt geforderte Behelfsumfahrung über die B3 planen. Das Planfeststellungsverfahren zum Neubau der Bahnbrücke in Sprötze wird Mitte des Jahres fortgesetzt, und die Unterlagen werden entsprechend ergänzt, teilt die Behörde jetzt mit.
Im April 2014 hat der Landkreis Harburg das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Wie mehrfach berichtet, hagelte es Protest - vor allem aus Tostedt - weil eine Behelfsbrücke laut ersten Unterlagen nicht einmal in Erwägung gezogen worden war. Der gesamte Umleitungsverkehr wäre in der Bauzeit über Tostedt umgeleitet worden, wie bereits jetzt Lkw über 24 Tonnen.
Die Behörde in Lüneburg will die überarbeiteten Unterlagen in der ersten Jahreshälfte an den Kreis als Planfeststellungsbehörde weiterleiten. Diese werden dann voraussichtlich noch vor den Sommerferien öffentlich ausgelegt. Damit erhalten alle Betroffenen die Möglichkeit, die Pläne einzusehen und Einwendungen zu erheben.
Ziel der Landesbehörde ist es - vorbehaltlich des weiteren Ablaufes des Planfeststellungsverfahrens - bis Ende 2016 die in beide Fahrtrichtungen befahrbare und nicht lastbeschränkte Behelfsumfahrung für den Verkehr freizugeben, um im folgenden Jahr mit dem Abriss der alten Brücke und dem Neubau zu beginnen.
Die Samtgemeinde Tostedt freut sich über diese positive Wendung. Diese habe sich bereits bei einem vom Tostedter SPD-Ratsherrn Klaus-Dieter Feindt initiierten Gesprächstermin mit Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam und Bürgermeister Gerhard Netzel bei Wirtschaftsminister Olaf Lies (47, SPD) in Hannover abgezeichnet.
Allerdings gebe es auch einen Wermutstropfen, weil der Schwerlastverkehr bis zur Fertigstellung der Behelfsbrücke weiterhin über Tostedt umgeleitet wird. "Wir können jetzt nur hoffen, dass die alte Brücke zumindest bis zur Fertigstellung der Behelfsbrücke den Verkehr unter 24 Tonnen tragen kann und an alle Beteiligten appellieren, eventuell doch eine frühere Fertigstellung der Behelfsbrücke zu erreichen", so Samtgemeindebürgermeister Dr. Peter Dörsam.