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Tostedter Forum für Zivilcourage wird ausgezeichnet

Forums-Sprecher Ulrich Graß, hier in dem in einem Klassenzimmer eingerichteten "Fluchtraum", nimmt den Preis in Empfang
bim. Tostedt. Wenn sich Sigmar Gabriel (55, SPD) Anfang November beim Spenden-Dinner des Förderkreises "Denkmal für die ermordeten Juden Europas" im Berliner Kempinski Hotel Adlon ein Stelldichein gibt, steht nicht der Vize-Kanzler, sondern eine Tostedter Initiative im Mittelpunkt: Denn dann wird das Tostedter Forum für Zivilcourage mit dem Preis gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus ausgezeichnet.
Forums-Sprecher Ulrich Graß wird den mit 2.000 Euro dotierten Preis in Empfang nehmen. "Über das Geld freuen wir uns, weil wir es für die Flüchtlingsarbeit dringend benötigen", so Graß.
Ziel des Forums ist es, mutig der rechten Szene mit ihrem rassistischen Gedankengut entgegenzutreten und dem Ruf Tostedts als „braunem Nest in der Nordheide“ etwas entgegenzusetzen. So richtete die Bürgerinitiative u.a. einen „Fluchtraum“ ein, um über die Asylproblematik und die Hintergründe der Lebensumstände der Flüchtlinge in Tostedt aufzuklären.
Das Spenden-Dinner gilt als ein gesellschaftlicher Höhepunkt der Hauptstadt, zu dem jährlich hochrangige Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft erwartet werden. Einladende sind Lea Rosh, Vorsitzende des Förderkreises „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“, sowie Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert und Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters.
Der Förderkreis „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ und die Jüdische Gemeinde zu Berlin vergeben den „Preis für Zivilcourage gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus“ zum fünften Mal.