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Tostedts Rotkreuzler leisten Tausende Stunden unbezahlbares Ehrenamt

Jan Bauer (li.) wurde als Stellvertreter des Vorsitzenden Dieter Weis (Mi.) wiedergewählt. Neu im Vorstandsteam ist Schatzmeister Eike Marquardt (Foto: bim)
bim. Tostedt. Viele Vereine haben Probleme, Freiwillige für die Vorstandsarbeit zu finden. Nicht so der mit 600 Mitgliedern größte DRK-Ortsverein im Landkreis Harburg in Tostedt. Mit BWL-Student Eike Marquardt konnte der verantwortungsvolle Posten des Schatzmeisters schnell wieder besetzt werden. Er übernimmt die Aufgaben von Susanne Stemmann, die aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut kandidierte. Zum stellvertretenden Vorsitzenden an die Seite von DRK-Chef Dieter Weis wurde Jan Bauer wiedergewählt.
Beeindruckend waren die Berichte, die zeigten, wieviele Stunden sich die Rotkreuzler ehrenamtlich engagieren. Die 34 jungen Mitglieder der Bereitschaft zum Beispiel absolvierten u.a. bei Sanitätsdiensten und Übungen im vergangenen Jahr insgesamt 12.642 Stunden. Im DRK-Kaufhaus "Fundus", das kürzlich das fünfjährige Bestehen feierte (das WOCHENBLATT berichtete), engagieren sich über 60 Helferinnen und Helfer. Sie leisteten 2017 insgesamt 14.300 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Hinzu kommen 3.570 Stunden Arbeit der hauptamtlich Tätigen wie Kaufhausleiter Marcus Maizak, einem Auszubildenden, drei geringfügig Beschäftigten und einem Mitarbeiter der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg. Rund 33.600 Kunden oder durchschnittlich 110 Kunden am Tag wurden im "Fundus" bedient.
Der Dank der Ehrengäste, Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam, Bürgermeister Gerhard Netzel und Rüdiger Brummer vom Kirchenvorstand, galt dementsprechend den vielen Ehrenamtlichen, die sich in den Gruppen des DRK und im Kaufhaus "Fundus" engagieren.
Umso unverständlicher, dass die Ehrenamtlichen vielfach mit bürokratischen Hürden zu kämpfen haben. Etwa mit einer Satzungsänderung, "die dritte in 38 Jahren, über die wir beschließen müssen", so Vorsitzender Dieter Weis. Die neue, 28 Seiten starke Satzung, die alle DRK-Ortsvereine in Deutschland verabschieden müssen, sei erforderlich, weil die Arbeit des DRK nicht mehr ausschließlich von Ehrenamtlichen geleistet werden kann. Vorbehaltlich noch notwendiger Änderungen durch das Finanzamt stimmten die 71 anwesenden Mitglieder der Satzungsänderung zu.