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Unseriöse Telefonwerbung und Datenklau

bim. Tostedt. Auf mögliche unseriöse Telefon-Werbeaktivitäten und Datenklau weist ein WOCHENBLATT-Leser aus der Samtgemeinde Tostedt hin. "Zweimal versuchte mich ein mir unbekannter Teilnehmer von der Rufnummer 00 90 - 23 24 63 82 36 zu erreichen", berichtet er. Der Tostedter rief die Nummer zurück. Der Mann am anderen Ende der Leitung habe erklärt, er sei noch als Lottospieler bei der WIN AG registriert und wollte den Tostedter dazu bewegen, seine Kontodaten herauszugeben, was der aber geistesgegenwärtig verweigerte.
Gegen solche unerwünschten Anrufe sollen Verbraucher künftig besser geschützt werden: Mit jetzigem Inkrafttreten des Gesetzes gegen unseriöse Geschäftspraktiken wurden die gesetzlichen Regelungen verschärft und die mögliche Bußgeldhöhe von 50.000 Euro auf 300.000 Euro angehoben. Jetzt können auch Werbeanrufe, die mittels einer automatischen Anrufmaschine durchgeführt werden, geahndet werden.
Die Einwilligung in Telefonwerbung muss schon vor dem Anruf vorliegen. Die Einholung der Einwilligung zu Beginn des Telefonats ist unzulässig.
Wer dennoch solche Anrufe erhält, kann diese der Bundesnetzagentur melden. Wichtig sind die Angabe des Datums des Anrufes, die auf dem Telefondisplay angezeigte Rufnummer, das beworbene Produkt und der Name des Unternehmens, in dessen Auftrag der Anruf erfolgte.
Auf der Homepage der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de sind Formulare für das Einreichen von Beschwerden hinterlegt. Sie können aber auch online unter rufnummernmissbrauch@bnetza.de gemeldert werden.
Der Tostedter hat leider keine Chance mehr zur Beschwerde. Denn Werbeanrufe, die vor Inkrafttreten des Gesetzes erfolgten, sind nach der bis dahin geltenden Gesetzeslage zu behandeln.