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"Waren wir durch Gase in Gefahr?"

Wilfried Schumacher ärgert sich, dass die Anwohner der Morlaasstraße beim Hallenbrand einer Autowerkstatt nicht über Durchsagen informiert wurden
bim. Tostedt. "Es gehört sich nicht, so fahrlässig mit der Gesundheit der Anwohner umzugehen", ärgert sich Wilfried Schumacher aus Tostedt. Er wohnt in der Morlaasstraße, rund 200 Meter von der Auto-Werkstatt und -Lackiererei in der Zinnhütte entfernt, deren Halle am Montag ausbrannte. "Uns hat niemand darüber informiert, dass wir eventuell durch Rauchgase von verbrannten Lacken, Ölen und Autoreifen gefährdet sind", so Schumacher.
Viele Menschen hätten angesichts der hochsommerlichen Temperaturen bei offenen Fenstern geschlafen und seien erst durch den Rauchgeruch geweckt worden. Laut Polizei waren die Anwohner per Rundfunkdurchsage gebeten worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Doch das Feuer ereignete sich gegen 4 Uhr morgens, und da hört nicht jeder Radio. "Bei den rund 100 Einsatzkräften hätten sie doch zwei, drei Leute abstellen können, die von Tür zu Tür gehen, oder die Polizei hätte eine Lautsprecherdurchsage machen können", meint Schumacher.
Dem widerspricht Tostedts Ordnungsamtsleiter Dieter Hellberg: "Alle Feuerwehrkräfte waren an der Einsatzstelle eingebunden." Zwei unmittelbar betroffene Anwohner seien evakuiert worden. Auch die Polizei habe alle Hände voll zu tun gehabt, die Straße zu sperren und den Verkehr zu regeln. Grundsätzlich seien Bürger aufgefordert, sobald der weithin hörbare Sirenenalarm ertönt, selbst zu schauen, ob sie in Gefahr sind, so Hellberg.
Polizeisprecher Michael Düker erklärt, dass es keine konkrete Gefährdungslage gab, die eine Lautsprecherdurchsage erforderlich gemacht hätte. Es habe keine giftigen Gase, sondern lediglich eine Geruchsbelästigung gegeben.
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