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Welles früherer Bürgermeister Rüdiger Nelke ist gestorben

bim. Welle. Er hatte Spaß daran, Verantwortung zu übernehmen, sich ehrenamtlich zu engagieren und mitzugestalten. So kannten Familie und Menschen in Welle und Umgebung Rüdiger Nelke. Er ist am Dienstag im Alter von nur 68 Jahren gestorben. 20 Jahre lang leitete der Landwirt die Gemeinde Welle als Bürgermeister.
Seit 1986 war Rüdiger Nelke Gemeinderatsmitglied für die CDU und seit 1996 im Samtgemeinderat Tostedt. Ein schwerer Sturz von einer Leiter im Juli 2014 führte dazu, dass Rüdiger Nelke körperlich stark eingeschränkt war und seine politischen Ämter, zunächst im Samtgemeinderat und Anfang 2015 auch als Bürgermeister, niederlegte.
Von 1977 bis 1997 war Nelke zudem Ortsbrandmeister. Kürzlich wurde er noch für seine 50-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr geehrt. Weiterhin war er u.a. Verbandsvorsteher des Wasser- und Bodenverbandes zur Regulierung der oberen Este und Schöffe am Landgericht. Er gehörte dem TV Welle, dem Schützenverein Kampen und als Trommler dessen Spielmannszug sowie später dem Senioren-Spielmannszug mit ehemaligen Spielleuten an.
"Traditions- und Heimatpflege. Dafür hat er gebrannt", sagt Rüdiger Nelkes Bruder Peter. Alle Findlinge in der Gemeinde, auf der der Heimatforscher Helmut Tödter (†) Historisches über die Gemeinde auf Bronzetafeln verewigte, hatte Rüdiger Nelke aus seiner Kieskuhle im Ort gespendet. Dass die Ortsschilder in Welle und Kampen auch auf Plattdeutsch sind, ist Rüdiger Nelkes Initiative zu verdanken.
In seine Ära als Bürgermeister fiel u.a. der Bau des Kindergartens und die Realisierung des Baugebietes Fuhlaublick. Als es um die Installation der Kanalisation ging, die in manchen Dörfern sehr umstritten war, nahm Rüdiger Nelke eine Bürgerbefragung vor. Den zweiten Briefkasten, der dafür am Hof der Familie angebracht wurde, gibt es bis heute.
"Er wusste, was er wollte, und hatte genaue Vorstellungen, wie die Dinge zu laufen hatten", so Peter Nelke. Bei der Umsetzung seiner Ziele sei Rüdiger Nelke durchaus streitbar, aber nie nachtragend gewesen.
"Die Familie war ihm sehr wichtig", berichtet Rüdiger Nelkes anderer Bruder Friedhelm. So sei der Verstorbene in den Nachkriegsjahren Anlaufpunkt für die in alle Himmelsrichtungen verstreute Familie gewesen. Sein Sohn Volker ist in mehrfacher Hinsicht in seine Fußstapfen getreten: Mit seiner Frau Angelika übernahm er vor acht Jahren die Leitung des Joomshofes und ist seit 2007 Ortsbrandmeister. Für ihre Kinder Theresa (12) und Jonas (11) war Rüdiger Nelke ein liebevoller Opa. Tochter Dorit schenkte ihm mit Ole (5) einen weiteren Enkel.
Rüdiger Nelke hinterlässt neben Kindern und Kindeskindern auch seine Frau Margret. Wenn er nicht gerade in die Politik oder die Landwirtschaft eingebunden war, besuchte er mit ihr gerne die Hofcafés in der näheren und weiteren Umgebung.
• Rüdiger Nelkes Beisetzung findet am Donnerstag, 30. März, um 14 Uhr auf dem Friedhof in Welle statt.