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"Wir für Tiere" hilft, wenn ein geliebtes Haustier vermisst wird

Ines Dekarz zeigt die Website von "Wir für Tiere" mit dem neuen Logo
bim. Toppenstedt. Wem schon einmal ein Haustier entlaufen ist, kann nachvollziehen, wie schmerzlich der Verlust des geliebten Familienmitgliedes ist. Seit Mai dieses Jahres gibt es nun die Homepage „Wir für Tiere Landkreis Harburg“, die als Netzwerk vieler Tierfreunde dabei hilft, vermisste Tiere wieder zu finden und ihren Besitzern zurück zu geben sowie Abgabetiere oder Urlaubsunterkünfte für Tiere zu vermitteln. Bei Ines Dekarz (34) aus Toppenstedt, selbst Halterin zweier Katzen, laufen die Fäden sozusagen zusammen.
„Es gibt so viele Tiere und Halter, die Unterstützung brauchen. Da wollen wir helfen“, sagt die Tierfreundin zu ihrer Motivation.
Die Idee zu der entsprechenden Facebookgruppe hatte Heidrun Witte aus Lüneburg. „Da habe ich mich eingeklinkt“, erzählt Ines Dekarz, die im Mai 2015 eine eigene Website und Facebookgruppe für den Landkreis Harburg ins Leben rief - zunächst mit dem sperrigen Namen „Vermisste und gefundene Tiere Winsen/Luhe und Umgebung“, um den Zweck der Seite zu verdeutlichen. Im Mai erfolgte nun die Umbenennung in „Wir für Tiere“.
„Jeder, der möchte, kann kostenlos Mitglied werden. Derzeit haben wir 1.129 Mitglieder, wobei die Zahl schwankt“, so Ines Dekarz. Unterstützt wird sie bei der zeitaufwendigen Pflege der Homepage von dem ehrenamtlichen IT-Administrator Florian Meyer und der Logo-Designerin und Moderatorin Celine Vater. Auch Heidrun Witte stehe ihr nach wie vor hilfreich zur Seite.
„Wenn ein Tier ungewöhnlich lange ferngeblieben ist, kann man uns kontaktieren“, so Ines Dekarz. Auf der Homepage gibt es dafür ein entsprechendes Kontaktformular. Die vernetzten Tierfreunde im ganzen Landkreis halten dann die Augen offen und geben Informationen weiter, wenn sie glauben, das Tier gesehen zu haben, oder helfen, es nach Hause zurück zu bringen. „Unsere Gruppe lebt von den aktiven Mitgliedern, bei denen ich mich für ihre Mithilfe herzlich bedanke“, sagt Ines Dekarz.
Oft genug kommt es natürlich vor, dass manche Katzen und Hunde nur noch tot gefunden werden. „Auch tote Tiere sollten gemeldet und - falls sie überfahren wurden - nach Möglichkeit von der Straße geholt und beiseite gelegt werden“, empfiehlt Ines Dekarz. Für den Besitzer sind solche Nachrichten zwar traurig. Aber die Gewissheit über den Verbleib des eigenen Vierbeiners helfe auch, um Abschied nehmen zu können.
Bei der Identifizierung für die „Tiersucher“ eine wichtige Hilfe: ein Chip-Lesegerät, das „Wir für Tiere“ kürzlich von Barbara Jank gespendet bekommen hat.
Die Vermisstensuche umfasst durchaus nicht nur Hunde und Katzen, sondern alle gehaltenen Tiere. So konnte kürzlich der 60-jährige Moritz, eine kurzzeitig ausgebüxte Landschildkröte, seinem Jesteburger Halter zurückgegeben werden.
Auch bei Fundtieren konnte „Wir für Tiere“ schon für ein Happy-End sorgen. Wie für eine kleine Katze, die abgemagert war und immer wieder auf einer Raststätte an der A39 bei Winsen gesichtet wurde. „Das wurde zu einer großen Rettungsaktion. Helfer setzten sich dafür ein, eine Futterstelle auf der Raststätte einzurichten. Nach einigen Wochen konnte die Katze in einer Lebendfalle eingefangen, tierärztlich durchgecheckt und kastriert werden. Heute ist sie eine redselige Katze und lebt zufrieden mit Artgenossen in ihrem neuen Zuhause in Tespe“, erzählt Ines Dekarz.
„Wir für Tiere“ kooperiert mit dem Haustierregister Tasso, dem Tierheim Buchholz, den Tierärzten aus dem Landkreis Harburg und der Tierfundstelle Seevetal.
• Infos und Kontakt unter www.wirfuertiere.com.