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Wolfgang Indorf gewürdigt: Wistedts Brücken bauender Bürgermeister erhielt das Bundesverdienstkreuz

Landrat Rainer Rempe (re.) überreichte Wolfgang Indorf das Bundesverdienstkreuz
 
Wolfgang Indorf im Kreise seiner Familie (v. li.): Schwiegersohn Jörg, Tochter Alexandra mit Tochter Rieke, Helga Indorf sowie Schwiegersohn Björn und Tochter Astrid, die den Impuls für die Verdienstkreuz-Verleihung gab
bim. Tostedt. Er ist der dienstälteste Bürgermeister der Samtgemeinde Tostedt und hat mit großem Engagement dazu beigetragen, sein Heimatdorf Wistedt zu einem lebenswerten Ort zu machen: Wolfgang Indorf (71). Für sein vorbildliches Wirken für die Gemeinde verlieh ihm Landrat Rainer Rempe jetzt das Bundesverdienstkreuz. „Ohne Menschen wie Sie wäre unsere Gesellschaft ärmer“, so Rempe, der sich im Namen der Bürger Wistedts und des Landkreises Harburg für das jahrzehntelange Engagement bei Wolfgang Indorf bedankte.
Neben den Bürgermeistern der Samtgemeinde gratulierten Wolfgang Indorf auch Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam, seine beiden Vorgänger Dirk Bostelmann und Heinz Oelkers, Ehrenbürger Günter Weiß und der stellvertretende Landrat Heiner Schönecke.
Am 2. Februar 1945 in Buxtehude geboren und in der schweren Zeit des Wiederaufbaus aufgewachsen, übernahm Malermeister Wolfgang Indorf 1979 den väterlichen Handwerksbetrieb.
Weil sich die Wistedter Ratsmitglieder einen Handwerker in ihren Reihen wünschten, kam CDU-Mitglied Wolfgang Indorf 1983 in den Rat der Gemeinde Wistedt und übernahm kaum ein Jahr später das Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters.
Seitdem setzte sich Indorf auf vielfältge Weise für die Entwicklung Wistedts ein, vor allem bei der Förderung von Infrastrukturmaßnahmen und im Schulbereich.
In seiner Amtszeit wurden sechs Neubaugebiete ausgewiesen, die mit dazu führten, dass junge Familien nach Wistedt zogen und die Einwohnerzahl seit Anfang der 1980er Jahre um mehr als 350 Personen auf heute rund 1.770 stieg.
Der Bau der zweizügigen Grundschule, eines Spielplatzes und einer Zweifeld-Turnhalle gingen auf Indorfs Initiative zurück. Auch die Einrichtung des Elias-Schulzweiges in Wistedt als „Ableger“ der Rudolf-Steiner-Schule Nordheide in Kakenstorf für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf sei ihm zu verdanken.
Mit dem Ausbau der Gasversorgung und Kanalisation, der Erweiterung der Straßenbeleuchtung habe Indorf für eine Verbesserung der Infrastruktur gesorgt.
Selbst als Brückenbauer sei Wolfgang Indorf aktiv geworden, berichtete Rempe. Durch gezielte Akquise von ZILE-Zuschüssen (Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung) habe Indorf den Bau zweier Straßenbrücken über die Oste ermöglicht.
Auch symbolisch habe Indorf als Bürgermeister so manche Brücke gebaut, so Rempe. Der immer freundlich blickende 71-Jährige ist für seine ausgleichende, sachliche Art bekannt. Neben seinem Einsatz als zweiter Vorsitzender des Wasser- und Bodenverbandes sowie im Sportverein und in der Feuerwehr hob Rempe auch Indorfs Impulse für Veranstaltungen in Wistedt hervor.
Seit 1986 bis heute ist Wolfgang Indorf auch Ratsmitlied der Samtgemeinde und engagiert im Schul- und Feuerschutzausschuss.
Dohrens Bürgermeister und CDU-Fraktionsvorsitzender Rolf Aldag gratulierte im Namen aller Bürgermeister der Samtgemeinde Tostedt. Wolfgang Indorf habe viele Ideen eingebracht, die von Lebensnähe und Pragmatismus geprägt seien, z.B. die Pflege des Grüns am Regenrückhaltebecken durch Schafe.
Stets an Wolfgang Indorfs Seite: seine Frau Helga, die ihm jederzeit den Rücken für sein berufliches und ehrenamtliches Engagement frei hielt. Mit ihr ist der Malermeister seit 40 Jahren verheiratet.