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Ausschuss befürwortet Aldi-Erweiterung in Tostedt

So soll der neue Aldi-Markt in der Zinnhütte aussehen (Foto: Aldi)
bim. Tostedt. Der Aldi-Markt an der Zinnhütte in Tostedt soll von 800 auf 1.200 Quadratmeter erweitert werden. Dafür wird der alte Markt abgerissen und ein neuer, modernerer gebaut. Außerdem will das Dänische Bettenlager sich künftig in Tostedt stärker auf den Verkauf konzentrieren. 2.340 Quadratmeter Lagerfläche werden dann nicht mehr benötigt. Dort sollen zusätzlich ein Getränkemarkt und ein Budnikowsky-Drogeriemarkt eingerichtet werden. Der Planungsausschuss stimmte jetzt den dafür notwendigen Änderungen des Bebauungsplanes zu.
Der Seevetaler Aldi-Expansionsleiter Andreas Krzystek stellte das neue Konzept vor, das u.a. größere Oberlichter, bodentiefe Fenster im vorderen Bereich, breitere Gänge sowie niedrigere Regale für einen "bequemen und barrierefreien Einkauf" vorsieht. Die Leergutautomaten kommen in einen separaten Raum. Die Parkplätze sollen von 2,50 auf 2,80 m vergrößert werden.
Der Energiebedarf des Marktes soll mit einer Photovoltaik-Anlage in Verbindung mit einem Wärmeverbundsystem abgedeckt werden.
Zwischen dem Rewe-Markt und dem Dänischen Bettenlager sollen auf rund 450 Quadratmetern ein Getränkemarkt und auf 825 Quadratmetern ein Budnikowsky-Drogeriemarkt entstehen.
Daneben solle auch der Budni-Markt Unter den Linden weiter bestehen bleiben, dessen Mietvertrag bis zum Jahr 2023 verlängert worden sei, so Budni-Prokurist Ernst Wiebusch.
In der Einwohnerfragestunde regte ein Anwohner an, die Lüfter auf der Aldi-Rückseite wegen der Lärmbelästigung besser zu isolieren.
Extrem skeptisch steht Lothar Kurze, Seniorchef des Kaufhauses Bade, den Veränderungen gegenüber, der eine Schwächung der Kaufkraft im Ortskern fürchtet. "Aus Lagerhallen soll jetzt eine riesige Verkaufsfläche werden. Im Ortskern werden viele kleine Geschäfte kaputt gehen", prophezeite er.
Dazu Ausschussvorsitzender Wolfgang Zahn (CDU): "Aus verkehrspolitischer Sicht ist es uns ganz recht, zwei Einkaufszentren zu haben. Aber wir nehmen Ihre Bedenken ernst."
Zunächst handelt es sich um Grundsatzbeschlüsse. In einer der nächsten Sitzungen soll dem Ausschuss durch ein Büro eine gemeinsame Planung vorgelegt werden. Die eigentliche Bebauungsplanänderung soll auf Grundlage eines Städtebaulichen Vertrages durchgeführt werden.
Im Zusammenhang mit diesen Beratungen kam auch die Frage auf, was aus den Geschäftsräumen des früheren Lidl-Marktes an der B75 wird, die seit Juni vergangenen Jahres leer stehen. Seit Monaten halten sich hartnäckig Gerüchte, dass dort ein Netto-Markt angesiedelt werden soll. Das wurde dem WOCHENBLATT auf Nachfrage aber nicht bestätigt. Die Netto Marken-Discount AG & Co. KG teilte mit, "dass ein Neu-Standort in Tostedt derzeit nicht geplant ist". Auch der mit der Vermarktung der Gewerbe-Immobilie betrauten Firma "immobilienkontor" ist nichts von einem Netto-Markt bekannt. Die Fläche dort werde derzeit nur übergangsweise als Lager genutzt.