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Bei Asylbewerberunterbringung in Handeloh und Heidenau auf der Ziellinie

In das ehemalige Seniorenheim in der Neuen Straße in Heidenau sollen 41 Asylbewerber einziehen
bim. Handeloh/Heidenau. Das frühere Seniorenheim in der Neuen Straße in Heidenau soll für die Unterbringung von Asylbewerbern genutzt werden. Die entsprechende Umnutzung hatte der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung Ende Juni einstimmig beschlossen. Nach den Sommerferien soll es dazu eine Informationsveranstaltung geben.
Die Gemeinde Heidenau hatte im Februar frühzeitig über die Notwendigkeit der Flüchtlingsunterbringung informiert, bevor eine Fläche oder ein Gebäude dafür feststanden (das WOCHENBLATT berichtete). Dabei kam bereits das ehemalige Seniorenheim zur Sprache, von dem es hieß, es sei wegen der Brandschutzbestimmungen nicht geeignet. "Das war damals mein Kenntnisstand", so Bürgermeister Reinhard Riepshoff. Wie sich später herausstellte, habe der Vorbesitzer das Gebäude dem Landkreis aber gar nicht angeboten, und es sei auch nicht auf Eignung untersucht worden. Seit Frühjahr gebe es einen neuen Besitzer, der das Haus als Flüchtlingsunterkunft angeboten habe.
In den 19 Zimmern können 41 Asylbewerber untergebracht werden. Positiv am ehemaligen Seniorenheim sei, so Riepshoff, dass der vorhandene Gemeinschaftsraum für Deutschunterricht genutzt werden könne.
"Vor dem Einzug der Flüchtlinge erhalten die Bürger die Möglichkeit, das Gebäude zu besichtigen", kündigt Reinhard Riepshoff an. Außerdem soll es nach den Sommerferien am 3. September eine Infoveranstaltung geben, an der auch schon Ehrenamtliche des künftigen Unterstützerkreises teilnehmen.
Der Bürgermeister freut sich, dass sich weder bei der Infoveranstaltung noch bei der Ratssitzung eine negative Stimmung abgezeichnet habe. Er ist sicher, dass 41 Flüchtlinge für Heidenau mit seinen über 2.000 Einwohnern verträglich sind. "Zur Relation: 1947 hatte Heidenau 1.450 Einwohner, davon die Hälfte deutsche Flüchtlinge und Ausgebombte. Damals wurden hier 6.000 Flüchtlinge verschiedener Nationalitäten aufgenommen", so Riepshoff.
Auch im Kreishaus gibt es Erleichterung wegen der neuen Unterbringungsmöglichkeiten. "Sowohl am Standort Heidenau als auch in Handeloh sind wir auf der Ziellinie", so Kreissprecher Johannes Freudewald. Wie berichtet, stellt die Gemende Handeloh das Grundstück hinter dem Bahnhof zur Verfügung. Dieses erweist sich nach Prüfung durch den Landkreis auch als geeignet, da weder Altlasten noch Bomben gefunden worden seien. Dort soll eine zweigeschossige Anlage für bis zu 58 Asylbewerber entstehen. Die Erschließungsarbeiten haben am Montag begonnen. Am Montag, 10. August, um 19.30 Uhr im Hotel Fuchs soll es dazu eine Informationsveranstaltung geben.