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Beteiligungsverfahren für die Suedlink-Trasse startet

(bim). Das Netzausbauprojekt Suedlink ist die Hauptschlagader der Energiewende: Strom aus den Offshore-Windparks an der Nordseeküste soll künftig über Erdkabel nach Süddeutschland fließen. Auf welchem Korridor, entscheidet die Bundesnetzagentur in der nun laufenden Bundesfachplanung. Mitte April hatte der Netzbetreiber TenneT dazu einen Vorzugs- und zwei Alternativkorridore für den Abschnitt zwischen Brunsbüttel und Wilster-Scheeßel bei der Bundesnetzagentur eingereicht. TenneT favorisiert zwar einen Trassenkorridor, der nicht durch den Landkreis Harburg führt. Ein weiterer Trassenkorridor auf dem Gebiet der Samtgemeinden Tostedt und Hollenstedt wird jedoch von der Bundesnetzagentur als „ernsthaft in Betracht kommende Alternative“ geprüft. Die Kreisverwaltung wird sich daher in enger Abstimmung mit den beiden Samtgemeinden nochmals kritisch in das formelle Beteiligungsverfahren einbringen.
„Wir haben bereits Ende November 2016 deutlich gemacht, dass zahlreiche naturräumliche und planerische Hindernisse eine Erdkabeltrasse im Landkreis Harburg zumindest deutlich erschweren“, erläutert Dr. Alexander Stark, Leiter der Stabsstelle Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung des Landkreises Harburg. 
„Der Alternativkorridor quert etwa vorhandene Bebauung und geschützte oder schützenswerte Bereiche von Natur und Landschaft. Auf Grundlage unseres nun genehmigten Regionalen Raumordnungsprogramms werden wir diese Belange in unserer Stellungnahme im Interesse von Bürgern, Naturschutz und Landwirtschaft nochmals konkretisieren“, so Stark.
Neben den betroffenen Kommunen können alle interessierten Bürger das Beteiligungsverfahren nutzen, um ihre Interessen, Informationen und Stellungnahmen zu den Korridorvarianten in die Bundesfachplanung einfließen zu lassen. Zum Auftakt des förmlichen Beteiligungsverfahrens finden zwei öffentliche Antragskonferenzen der Bundesnetzagentur statt, auf denen die beantragten Vorschlagskorridore sowie die möglichen Alternativen diskutiert werden: Am Ende legt die Bundesnetzagentur den Untersuchungsrahmen fest und entscheidet, welche Unterlagen und Gutachten TenneT noch vorlegen muss.
Im Vorfeld bietet TenneT öffentliche Antragsworkshops an, um die Bürger über das Verfahren und die Beteiligungsmöglichkeiten auf den Antragskonferenzen zu informieren. Die Workshops finden jeweils ab 18 Uhr am 15. Mai im Stadeum Stade und am 17. Mai in der Reithalle Soltau statt. Die Antragskonferenzen selbst finden am 20. Juni in der Stadthalle Verden sowie am 27. Juni im Curio-Haus in Hamburg jeweils ab 9 Uhr statt. Weitere Informationen und Anmeldung: www.netzausbau.de/leitungsvorhaben/bbplg/03/A/de.html.
Internetlinks mit allen weiterführenden Informationen zur Bundesfachplanung, den eingereichten Trassenkorridoren für den SuedLink und Beteiligungsmöglichkeiten für Kommunen und Bürger hat der Landkreis Harburg auf der Internetseite www.landkreis-harburg.de/suedlink gesammelt.