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Bostelmann macht blau - Auf ein Wort

Dirk Bostelmann an seinem Schreibtisch im Rathaus
Rathauschef kündigt nach verlorener Wahl dreimonatigen Urlaub an

Bei öffentlichen Ratssitzungen ist es üblich, dass der Samtgemeinde-Bürgermeister über wichtige Angelegenheiten berichtet. Diesmal machte Tostedts Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Bostelmann (62, CDU), der am Sonntag die Stichwahl gegen den unabhängigen Herausforderer Dr. Peter Dörsam (47) verloren hat, dem Rat als seinem Dienstvorgesetzten eine Mitteilung „in eigener Sache“. Bostelmann erklärte, dass er in den vergangenen siebeneinhalb Jahren fast keinen Urlaub genommen habe. „Das werde ich jetzt aber tun“, so der Noch-Verwaltungschef. Jetzt nehme er den Urlaub aus 2013 und 2014 - wie er ihm zustehe - und sei dann viele Wochen bis Oktober nicht da.
Dass er „seiner Mannschaft“ nach dem Wahlverlust nun trotzig den Rücken kehrt, weist Bostelmann von sich. „Wäre ich auf der Flucht, wäre ich gar nicht erst zur Sitzung gekommen“, sagt er auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Er werde in einigen Wochen eine Reise in die USA antreten, die er auch bei seiner Wiederwahl unternommen hätte.
Er habe Urlaubsanspruch von 30 Tagen im Jahr. „Ob ich es schaffe, alle zu nehmen, weiß ich nicht“, so Bostelmann.
Natürlich steht Dirk Bostelmann der Urlaub zu, und er hat mit seinem Samtgemeinderat Stefan Walnsch einen absolut kompetenten Vertreter. Dennoch wirkt es in dieser Situation, als sei Dirk Bostelmann ein schlechter Verlierer. Oder ist es die pure Resignation? In jedem Fall ist es schlechter Stil. Bianca Marquardt